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Lehrplan Jahrgangsstufe 8

 

(DIE LINKS STELLEN QUERVERBINDUNGEN ZU ANDEREN FÄCHERN DAR)

Die Berufswahl rückt näher, Berufsorientierung wird zur besonderen Aufgabe dieser Jahrgangsstufe. In den praktischen Fächern kann sich der junge Mensch weiter erproben, bei Betriebserkundungen und insbesondere im Betriebspraktikum macht er unmittelbare Erfahrungen mit der Arbeitswelt. Die Berufsberatung hilft mit, seine Wünsche mit den Möglichkeiten abzustimmen; er wird realistischer und nüchterner, vielleicht auch mutloser. Viele Schüler zeigen zunehmenden Willen zur Leistung. Andere steigen innerlich aus, demonstrieren ihr Desinteresse, sind nur schwer für den Unterricht zu motivieren. Durch Übernahme von Aufgaben im Schulleben können manche von ihnen neues Interesse und Selbstvertrauen gewinnen.
 

Einige Schüler haben am Ende des Schuljahres ihre Schulpflicht erfüllt. Sie stehen vor der Frage, ob sie die Hauptschule freiwillig weiter besuchen oder in die Berufsausbildung gehen sollen. Die Schule ist bei der Beratung dieser Jugendlichen besonders gefordert.
 

Rückkehrer aus anderen Schularten kommen in die Klasse, die Altersunterschiede nehmen zu. Kulturspezifische Eigenheiten der Schüler unterschiedlicher Herkunft prägen sich deutlicher aus. Hinzu kommt das immer noch gegebene Reifungsgefälle zwischen Mädchen und Buben. Außerschulische Freundschaften und Liebesbeziehungen bahnen sich an. Durch all dies wird die Klasse heterogener. Einzelansprüche mit gemeinsamen Interessen und Pflichten zu verknüpfen, fordert besonderes Führungsgeschick der Lehrer. Katholische Religionslehre (Jahrgangsstufe 8)  

Leitmotiv: Lebensplanung - in meinem Leben Sinn finden
 

8.1 Sehnsucht nach Leben - Sinn suchen  EvR8.2, Eth8.1

Jugendliche sind auf der Suche nach einem Leben, das sich lohnt. Sie sollen unterschiedliche Ausdrucksformen der Sehnsucht nach Leben kennen lernen und darauf aufmerksam werden, dass diese Sehnsucht nie vollkommen zu stillen ist, sondern immer offen bleibt und die eigene Kreativität ständig neu herausfordert. Anhand konkreter Beispiele sollen die Schüler Schicksale von Menschen kennen lernen, die in eine Sucht geraten sind oder einer pseudoreligiösen Gruppe angehören. Sie sollen nach Wegen suchen, die ihnen helfen, ihr Leben in Freiheit zu entfalten. Dabei können sie entdecken, was ihre Freude am Leben fördert und dies in kleinen Schritten im Alltag umsetzen.
 

8.1.1 Die Sehnsucht ist groß - was Jugendlichen wichtig ist  Ku8.5

- Lebensformen Jugendlicher und ihre Sehnsüchte (z. B. Outfit  WTG8.4, WTG8.7, Sprechweisen, Musik  E8.2, Mu8.1, Treffpunkte, Freunde, Cliquen, Gemeinschaft, Rituale, Sport)
 

8.1.2 Achtung Sackgasse! - Wenn aus Sehnsucht Sucht wird

- Suchtgefahren und ihre Folgen (z. B. Rausch- und Suchtmittel  Ph/Ch/B8.3.4, Fernsehen, Computer, Musik, Glücksspiel)

- aktuelle pseudoreligiöse Gruppierungen (z. B. okkulte Praktiken, Psychokulte und Sekten)

 Mu8.2.3; Merkmale, Strategien, Folgen (z. B. Realitätsverlust, Fremdbestimmung, Isolation, Gewaltbereitschaft)
 

8.1.3 Sinn entdecken - was mein Leben schön macht  Ph/Ch/B8.3.4

- spüren, wie schön es ist, zu leben (z. B. Leben als Geschenk, Gefühle zeigen, Probleme anpacken; Sehnsüchte fordern heraus, kreativ zu sein  Ku8.4)

- entdecken, dass ich für andere wichtig bin: ich werde gebraucht (z. B. Freunde, Familie, Gruppe); ich bin für Gott wichtig (z. B. Jes 49,15-16; Joh 3,16f.; meditative Vertiefung)
 
 

8.2 Wofür die Kirche da ist - Hilfen zum Leben  EvR8.5

Viele Jugendliche sind über die Dienste und Aufgaben der Kirche nur unzureichend informiert. Sie sollen deshalb auf das Wirken der Kirche in ihrem Lebensraum aufmerksam werden. Dabei lernen sie die Kirche als eine Gemeinschaft verstehen, zu deren Selbstverständnis es gehört, sich für andere Menschen, für Arme, Notleidende und Unterdrückte einzusetzen. Ein Einblick in die vielfältigen Aktivitäten und Projekte kirchlicher Gruppen und Verbände kann das Interesse der Schüler für die Aufgaben der Kirche wecken und ihnen helfen, sich in ihr zu engagieren.
 

8.2.1 Aktive Pfarrgemeinden - das Evangelium als Richtschnur

- warum sich Menschen in der Gemeinde engagieren (z. B. in Jugendgruppen, -verbänden; in Projekten und Diensten) G/Sk/Ek8.1.5; wie die Kirche sich versteht: Gemeinschaft und Zeichen der Liebe Gottes; Bilder für die Kirche (z. B. Volk Gottes, Leib Christi, Schiff, Netz)
 

8.2.2 Kirche in unserer Gesellschaft - Verantwortung übernehmen

- sozial-caritative und seelsorgliche Dienste (haupt- und ehrenamtliche Dienste)  HsB8.4.2

- für eine menschliche Arbeitswelt und Kultur (z. B. CAJ, KAB, Kolpingwerk, Betriebsseelsorge; Verlautbarungen zu kulturellen und sozialen Fragen, zu Sonn- und Feiertagen)
 

8.2.3 In der Einen Welt leben - Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden  Ku8.5

- nicht auf Kosten anderer leben (z. B. die "Dritte Welt" deckt uns den Tisch)

- anders leben, damit andere leben können (z. B. Konsequenzen für unseren Lebensstil, Eine-Welt-Läden, kirchliche Hilfswerke); ggf. Projekt

- ggf. Firmunterricht
 

8.3 Miteinander gehen - Freundschaft und Liebe  Eth8.2

Fragen nach Freundschaft, Liebe und Sexualität beschäftigen Heranwachsende in hohem Maße. Die Auseinandersetzung mit den oft unterschiedlichen Einstellungen der Schülerinnen und Schüler in diesen Bereichen soll sie veranlassen, gesellschaftliche wie eigene Vorstellungen zu hinterfragen. Biblische Aussagen können die Jugendlichen ermutigen, Sexualität als kostbare Gabe zu verstehen, die der Achtung und Wertschätzung bedarf. Die Schüler sollen erkennen, dass Zuneigung, Zärtlichkeit und Sexualität als Formen personaler Beziehung und Liebe lebenslange Prozesse sind. Dabei können sie für die verwandelnde Kraft der Liebe sensibel werden.
 

8.3.1 Auf der Wunschliste ganz oben - einen Freund oder eine Freundin finden  D8.1.1

- Erfahrungen mit Freundschaft; was Jungen und Mädchen voneinander erwarten: Wünsche, Sehnsüchte, Hoffnungen

- Klischees von Freundschaft und Liebe (z. B. Männer- und Frauenbilder in den Medien)
 

8.3.2 Sich selbst annehmen - auf dem Weg zum Frau- bzw. Mannsein

- Ich bin so, wie ich bin: Wer bin ich? (z. B. Aussehen und Kleidung  WTG8.7; sich selbst mögen - als Mädchen bzw. Junge; Anerkennung suchen); mein Körper: Ausdruck meiner Person (z. B. Übungen zur Körpererfahrung, Körpersprache)

- Geschlechtlichkeit: ein kostbares Gut (z. B. eine Ausdrucksmöglichkeit von Zärtlichkeit und Liebe; Geschlechtlichkeit, ein Wunder der Natur; Wertschätzung und Verantwortung in Sprache, Medien, Verhalten; Schamgrenzen und Intimsphäre)

- als Mann und Frau leben: füreinander geschaffen (z. B. Gen 1,26-27; 2,18.21-25)
 

8.3.3 Liebe verändert - mit anderen Augen sehen

- vom Verliebtsein zur Liebe (z. B. Entwicklungs- und Reifungsprozess, Stufen der Zärtlichkeit, was alles zur Liebe gehört; einander nicht drängen, warten können, Problematik früher Sexualbeziehungen und Dauerbindungen; ggf. Hld 8,7; Sir 6,14-17)

- in der Liebe wachsen (z. B. Lebensstadien, Gottes- und Nächstenliebe; Aussagen der Bibel: Röm 13,8-10; 1 Kor 12,31b-13,8a)
 
 

8.4 "Höre Israel, Jahwe unser Gott ist einzig"- die Religion der Juden  EvR8.3, Eth8.5

In der Religion der Juden finden die Schüler die Wurzel des Christentums. Sie sollen auf Spuren des Judentums in unserer Kultur aufmerksam werden und Grundzüge des Glaubens der Juden kennen lernen. Dabei können sie ein Gespür für die Glaubenskraft der jüdischen Religion bekommen und erkennen, wie stark der jüdische Glaube das Christentum prägt. Die oft leidvolle Geschichte der Juden in Europa und die Schuldgeschichte der Christen gegenüber den Juden sollen sie als Mahnung erkennen, jeglicher Form von Judenfeindlichkeit entgegenzutreten. Dadurch sollen sie herausgefordert werden, sich für die Würde jedes Menschen und für Verständigung und Versöhnung einzusetzen.
 

8.4.1 Jüdisches Glaubensleben - Frömmigkeit, Feste und Brauchtum

- Spuren des Judentums bei uns (z. B. Erzählungen, Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler, jüdische Organisationen; regionale Zeugnisse jüdischer Kultur: Synagogen, Friedhöfe, Gedenktafeln, Straßennamen, Gebäude)

- nach der Tora und ihrer Überlieferung leben (ggf. Mischna und Talmud): z. B. Alltag, Feste und Festkalender; Feiern in der Synagoge und zu Hause: Sabbat, Pessach; ggf. Synagogenbesuch
 

8.4.2 Miteinander zutiefst verbunden - jüdischer und christlicher Glaube

- die Bibel der Juden: das Buch Jesu und der Jünger (Bücher der Weisung, Propheten, Schriften)

- der Glaube an Jahwe als den einzigen Gott (z. B. Dtn 6,1-9, Dekalog, Gottes- und Nächstenliebe); der jüdische Prophet Jesus - Jesus Christus, der Sohn Gottes, der Messias

- ggf.: jüdisches Erbe im Christentum (z. B. Synagoge-Kirche, Pessach-Abendmahl, Sabbat-Sonntag)
 

8.4.3 Entfremdung und Verfolgung - Verständigung und Versöhnung

- Juden und Christen in der Geschichte (z. B. Juden als "Sündenböcke", Ghettos, Judenpogrome)

- Verfolgungen der Juden im Nationalsozialismus (Auschwitz); ggf. Beispiele aus dem örtlichen Umkreis  G/Sk/Ek8.7.2, G/Sk/Ek8.7.4

- Verständigung und Versöhnung (z. B. II. Vatikanisches Konzil, kirchliche Initiativen; Woche der Brüderlichkeit, Aktion Sühnezeichen, Jugendaustausch)
 
 

8.5 Die Schöpfung ist uns anvertraut - unsere Welt erhalten und gestalten  EvR8.1

Die Schüler erleben die Großartigkeit der Natur und gleichzeitig die bedrückende Tatsache der Umweltzerstörung. Dies kann ihr Interesse wecken, sich mit den Fragen nach dem Sinn, dem Woher und Wohin unserer Welt auseinander zu setzen. Beim Erschließen biblischer Texte sollen sie sich dafür öffnen, die Welt als Schöpfung Gottes zu sehen und erkennen, dass der Mensch als Abbild Gottes für die Erhaltung und Gestaltung der Schöpfung mitverantwortlich ist. Dadurch werden sie angeregt, sich umweltgerecht zu verhalten und eine liebevolle und ehrfürchtige Haltung gegenüber allen Mitgeschöpfen und dem Schöpfer zu entwickeln.
 

8.5.1 Schönheit und Zerstörung - zwei Gesichter der Welt   Ku8.5

- über die Großartigkeit der Welt staunen (z. B. Makro- und Mikrokosmos, Wunder des Lebens)

- Umweltverschmutzung und -zerstörung (z. B. Tatsachen, Berichte, Gründe)  D8.1.2, Ph/Ch/B8.1.2, Ph/Ch/B8.2.2, G/Sk/Ek8.2.2
 

8.5.2 Deutungen der Welt - Schöpfungstexte

- nach dem Ursprung und Sinn von Welt und Leben fragen (z. B. eigene Fragen und Antworten; Deutungsversuche von Naturwissenschaftlern, in anderen Religionen)

- Grundaussagen der biblischen Schöpfungstexte (z. B. aus Gen 1,1-2,4a; 2,4b-25)  D8.2.1
 

8.5.3 Den Schöpfer loben - Verantwortung für Umwelt und Mitwelt

- als Abbild Gottes für die Schöpfung mitverantwortlich sein (z. B. Gen 1,27-28); unser Auftrag: die Welt schützen (z. B."Bebauen und Hüten " Gen 2,15; Grenzen von Wachstum und Freizügigkeit, Bereitschaft zu Maßhalten und Verzicht; Verbundenheit allen Lebens, Ehrfurcht vor den Mitgeschöpfen)  G/Sk/Ek8.5.1, S8.3.3, HsB8.1

- ggf.: Betrachtung der Mitwelt: Sinnbilder des Lebens entdecken (z. B. Sonnengesang, gegenständliche Meditation; Ps 19,2-7; 104; Sir 42,15-43,33)
 
 

8.6 Den eigenen Weg suchen - was dem Leben Halt und Richtung gibt

Es wird heute zunehmend schwerer, mit den sich immer schneller verändernden Welten von Beruf, Technik und Wissenschaft, von Lebensauffassungen und -verhältnissen zurechtzukommen. Mit Blick auf ein selbstbestimmtes Leben sollen die Schüler Personen kennen lernen, die in der lebendigen Beziehung zu den Mitmenschen und zu Gott ein dauerhaftes und tragfähiges Fundament gefunden haben. Dabei sollen sie darauf aufmerksam werden, dass sich Menschen auf unterschiedlichste Weise von Gott angesprochen fühlen und dies auch ganz unterschiedlich in ihrem Leben zum Ausdruck bringen. Durch die Beschäftigung mit biblischen Gestalten können sie ermutigt werden, sich immer wieder für Gott und die Menschen zu öffnen und zu engagieren.
 

8.6.1 Unser Lebensumfeld - Gesellschaft im Wandel  Eth8.3.2, Al8.3.3, Inf8.4.1

- immer schnellere Veränderungen (z. B. in Beruf, Technik, Wissenschaft, Lebensauffassungen, Lebensformen); Probleme unserer Zeit: z. B. Arbeitslosigkeit, Sehnsucht nach Neuheit und Jugendlichkeit, Spezialistentum, Unübersichtlichkeit, "Gleich-gültigkeit", "anything goes" ...
 

8.6.2 Orientierung finden - was Menschen dauerhaft Halt gibt  Eth8.4.2, Al8.3.3

- wovon sich Menschen leiten lassen (z. B. Personen aus Alltag und Öffentlichkeit; Werte und Haltungen, wie Freiheit, Verantwortung, Menschenrechte, Tugenden, Religiosität, Einsatz für andere; eigene Motive); auf das Gewissen hören - was heißt das? (z. B. Erscheinungsformen des Gewissens; Gewissensorientierung: Mt 22,36-40, Wegweisungen der Kirche; Gewissensbildung)

- aus dem Glauben leben: mit Gott und den Menschen verbunden (z. B. Menschen, die sich für andere einsetzen; Menschen, die allein oder gemeinsam nach den evangelischen Räten leben; "Glaubensgestalten" im eigenen Lebensbereich und bekannte Persönlichkeiten); von Gott angesprochen werden (unterschiedlichste Erlebnisse und Auswirkungen)
 

8.6.3 Frauen und Männer der Bibel - Mut zu unangepasstem Leben

- Maria, eine junge Frau vertraut Gott: Schwester und Vorbild im Glauben (ggf. GL 261); Frauen, die sich trauen (z. B. Rut, Ester, Maria aus Magdala)

- Propheten erfahren und bezeugen den "An-spruch" Gottes (z. B. Elija, Jeremija  EvR8.7.2, Jesaja, Amos, Hosea)
 
  Evangelische Religionslehre (Jahrgangsstufe 8)  
 

8.1 Bebauen und Bewahren - der Mensch in Gottes Schöpfung  KR8.5

Schüler können über dem großartigen "Funktionieren" der Natur ins Staunen kommen, sich angesichts von Umweltzerstörungen aber auch fragen, woher es kommt, dass Menschen ihre Welt immer wieder selbst gefährden. Indem die Schüler sich mit der biblischen Urgeschichte befassen, sollen sie Einsichten zum ambivalenten Wesen des Menschen gewinnen, vor allem zu den Folgen seiner gestörten Beziehung zu Gott. Dabei sollen sie auch wahrnehmen, dass die Bibel nicht historisch berichtet, sondern in ihren "Bild-Geschichten" auch die Schüler selbst ansprechen will. Das Vertrauen, dass Gott seinen Bund hält, kann sie ermutigen, sich für die Bewahrung der Schöpfung und für eine verantwortliche Gestaltung der Zukunft einzusetzen.
 

8.1.1 Menschen gestalten ihre Welt  Ph/Ch/B8.1, Ph/Ch/B8.2.2, Ku8.2

- Staunen, wie wunderbar die Natur eingerichtet ist

- Menschen nutzen die Natur (z. B. Nahrungserzeugung, Städtebau, Energiegewinnung; Bequemlichkeit, Kultur) und gefährden sie (Raubbau an Luft, Wasser, Boden, Bodenschätzen usw. )

- Der Mensch mit seinem Erfindungsgeist gestaltet die Welt (Landwirtschaft, soziale Institutionen, Kultur usw.), geht mit seinen Möglichkeiten jedoch oft egoistisch und unverantwortlich um.
 

8.1.2 Menschen gefährden die Schöpfung - Gott erhält sie

- Gottes gute Schöpfung (1 Mose 2, 4b-23: wohl versorgter Garten; Menschen einander "Gehilfen"; fürsorgliche Herrschaft über die Tiere; Anweisung, sich an Gottes gute An-Ordnung zu halten); Besonderheit des Menschen: Antwort auf Gottes Anrede ("Odem"; dazu Ps. 8); 1. Glaubensartikel mit Luthers Auslegung

- der Mensch trennt sich von Gott und verdirbt Gottes gute Gabe: selbstsüchtige Entscheidung über Gut und Böse statt Achtung der gottgegebenen Lebensmöglichkeiten (1 Mose 3); tödlicher Konkurrenzneid statt "Hüten" der Bruderschaft (1 Mose 4,1-16); Machtstreben und Machbarkeitswahn statt Einander-Verstehen (1 Mose 11,1-9)  S8.3

- Gott lässt seine Menschen und seine Welt nicht fallen (1 MosE8,20-22 und 9,1-15); der Noah-Bund: Gottes Treue zeigt sich an seinen weiterbestehenden Ordnungen; Versöhnung von Mensch und Welt mit Gott durch Christus (Röm 8,19-22; 2 Kor 5,17-20; Kol 1,20)
 

8.1.3 Gott beauftragt Menschen mit dem Bebauen und Bewahren seiner Schöpfung

 G/Sk/Ek8.5.1, HsB8.1, HsB8.2

- Gottes Fürsorge als Befreiung von der Angst, im Leben zu kurz zu kommen (Mt 6,19 oder 25-34), und als Ermutigung, Einstellungen und Verhalten zu ändern (statt Unachtsamkeit, Habgier, Bequemlichkeit, Ausbeutung: Aufmerksamkeit, Maßhalten, Schonung von Gottes Gaben, Bereitschaft und Einsatz für aktives Gestalten)

- Möglichkeiten verantwortlichen "Bebauens und Bewahrens": solidarisches Handeln; phantasievolles Wahrnehmen konkreter Aufgaben; Ehrfurcht vor den Mitgeschöpfen (dazu: Konsumverhalten angesichts "unmenschlicher" Tierzucht und Tierhaltung; Tierversuche); Beschränkung auf das, was wir wirklich brauchen (Lebensstil)
 
 

8.2 Suche nach Sinn - Sehnsucht nach Leben  KR8.1, Eth8.1

Bei ihrer Suche nach einem erfüllten Leben begegnen Jugendliche einem breiten Angebot von Möglichkeiten, Sinn zu finden. Sie sollen sich der Ausdrucksformen ihrer Sehnsüchte ebenso bewusst werden wie der unterschiedlichen Qualität der Sinnangebote. Indem sie unterscheiden lernen, welche Wege zu Abhängigkeiten, welche zu Selbstbestimmung im Rahmen sozialer Bindungen führen, können sie entdecken, was sie auf ihrem eigenen Lebensweg zu einem sinnerfüllten Leben voranbringt.
 

8.2.1 Was Jugendlichen wichtig ist  D8.1.1, E8.2.2, Mu8.1.2, Ku8.5, WTG8.7

- Lebensstil als Ausdrucksform von Sehnsüchten (z. B. Musik, Mode, Sprache, Symbole; Freizeitgestaltung; Abgrenzungen, Beziehungen, Fan-Clubs, Cliquen; Begeisterung für ...)

- Probleme des Heranwachsens (z. B. Unsicherheit: Wer bin ich, wer will ich sein?; Enttäuschungen und Zukunftsängste; Glaubenskrisen)  Al8.3.3
 

8.2.2 Auf dem Markt der Sinnangebote

- Motive der Sinnsuche wie Wunsch nach Glück, Geborgenheit, Selbsterfahrung; Neugier auf das Außer-Gewöhnliche; Reiz des Extremen

- problematischer Umgang mit Übernatürlichem, Geheimnisvollem, Religiösem (z. B. Okkultismus/Spiritismus; Horoskope/Pendeln/Kartenlegen; autoritäre religiöse Gruppen, Psychokulte, Satanskulte o. Ä.); Folgen wie Realitätsverlust, Abhängigkeit, Isolation

- Flucht in die Sucht (z. B. Nikotin, Alkohol, Rausch- und Suchtmittel, "Glotze"; Spielsucht o. Ä.); Folgen wie Willensschwächung, illusionäres Wirklichkeitserleben, Gesundheitsschädigung o. Ä.; Beratungsmöglichkeiten Ph/Ch/B8.3.4
 

8.2.3 "Von guten Mächten wunderbar geborgen" - befreit leben

- Sinn finden: z. B. Dank für Schönheiten des Lebens (Leben als Geschenk annehmen; Sehnsüchte kreativ umsetzen); Öffnung für andere - Entdecken, dass andere uns brauchen; Angebote zu sinnvollen Tätigkeiten wahrnehmen

- Leben aus dem Vertrauen, von Gott angenommen zu sein - auch in schweren Zeiten (Röm 8,28 und 31-39); zunehmende Unabhängigkeit von der Meinung anderer (1 Thess 5,21)
 
 

8.3 Einander besser verstehen - Glaube und Leben der Juden  KR8.4, Eth8.5

Im Judentum können die Schüler Wurzeln des Christentums entdecken. Sie sollen Grundzüge jüdischen Glaubens kennen lernen und auf dessen Spuren in unserer Heimat aufmerksam werden. Dabei können sie ein Gespür für die Glaubenskraft jüdischer Religiosität bekommen und erkennen, dass das Christentum vom Judentum stark geprägt ist. Die oft leidvolle Geschichte der Juden in Europa und die Schuldgeschichte der Christen gegenüber den Juden sollen sie als Mahnung erkennen, für die Würde jedes Menschen einzutreten, und als Aufforderung zu Verständigung und Versöhnung begreifen.
 

8.3.1 Jüdischer Glaube - Leben und Überlieferung

- Spuren jüdischen Lebens bei uns (regionale Zeugnisse jüdischer Kultur, z. B. Synagogen, Friedhöfe, Straßennamen, Gedenktafeln o. Ä.); Hinweis auf bedeutende jüdische Persönlichkeiten

- Leben gemäß der Tora und ihrer Überlieferung: Alltag, Feste/Festkalender, Speisevorschriften; Feiern in der Synagoge und zu Hause: Sabbat, Pessach (ggf. Besuch einer jüdischen Gemeinde/Synagoge)
 

8.3.2 Miteinander verbunden - jüdischer und christlicher Glaube

- Altes Testament der christlichen Kirche - Heilige Schrift der Juden

- der Glaube an den einen Gott (5 Mose 6,1-9, Dekalog, Gottes- und Nächstenliebe)

- jüdisches Erbe im Christentum (z. B. Synagoge-Kirche, Pessach-Abendmahl, Sabbat-Sonntag)
 

8.3.3 Entfremdung und Verfolgung - Verständigung und Versöhnung  G/Sk/Ek8.7.2, G/Sk/Ek8.7.4

- Christen und Juden in der Geschichte (z. B. Juden als "Sündenböcke", Ghetto, Judenpogrome)

- Verfolgung der Juden im "Dritten Reich" (Auschwitz), dazu die Haltung der Kirche; ggf. Beispiele aus dem örtlichen Umkreis

- Unterscheidung, Verständigung, Versöhnung (Jesus, jüdischer Prophet - Jesus Christus, der Erlöser; II. Vat. Konzil, Synodenerklärungen; "Aktion Sühnezeichen", Woche der Brüderlichkeit)
 
 
 
 

Aus dem Wahlpflichtangebot EvR8.4 - EvR8.7 sind zwei Themenbereiche zu behandeln.
 
 

8.4 Bewusster leben - unser Umgang mit der Zeit

Indem die Schüler über ihre Erfahrungen im Umgang mit Zeit nachdenken, sollen sie die Bedeutung der Zeit für ihr Leben als Gabe, Chance und Begrenzung wahrnehmen. Dies soll sie befähigen, das Freizeitangebot unserer Gesellschaft und das eigene Freizeitverhalten zu prüfen und auch mit der als fremdbestimmt erfahrenen Zeit sinnvoll umzugehen. Durch die Besinnung auf biblisches Zeitverständnis können sich die Schüler der Endlichkeit und der Kostbarkeit menschlichen Lebens bewusst werden.
 

8.4.1 Zeit zum Leben - Chancen und Grenzen

- Was fangen wir mit unserer Zeit an?; Unterschied von Uhrzeit und Erlebniszeit; biblische Einsichten: "Alles hat seine Zeit" (Pred 3,2-15), Endlichkeit des Lebens (Ps 90,12)  Mu8.4

- vertrauensvoller Umgang mit Zeit: "Sorget nicht!" (Ps 31, 16); Geschenk der Sabbat- bzw. Sonntagsruhe, der Zeit für Gottes-Dienst (3. Gebot)
 

8.4.2 Zeit haben - fremdbestimmte und verfügbare Zeit

- Möglichkeiten, mit der Zeit umzugehen: Zeit haben oder sich nehmen für ... (offen sein für ...); Zeit lassen oder schenken; keine Zeit haben für ... (verschlossen sein für ...)

- Zeit einteilen: Zeit, die uns genommen wird, z. B. in Schule, Beruf, Familie, aber auch Verlockungen zum Zeitvertreib, durch Medienkonsum o. Ä.; Zeit, die uns gehört: Frei-Zeit
 

8.4.3 Mit meiner Zeit verantwortlich umgehen  Eth8.3.3, Al8.3.3

- Leben gestalten: Entfaltung von Fähigkeiten und Neigungen im Privat- und im Arbeitsleben (Berufsplanung; vernünftige tägliche Zeiteinteilung, Nützen von sich bietenden Gelegenheiten); dazu ein ausführliches Beispiel für sinnvolle Freizeitgestaltung mit Sport, Hobby o. Ä.

- Engagement für andere als Dank für von Gott geschenkte Zeit  EvR8.5.3, G/Sk/Ek8.1.5
 
 

8.5 Verantwortung übernehmen - Dienste der Kirche an der Gesellschaft  KR8.2

Diakonisches Handeln als Hinwendung zu den "Schwachen" ist zentrale Lebensäußerung christlichen Glaubens. Indem Schüler wahrnehmen, wie sich Christen Not leidenden, behinderten, benachteiligten Menschen zuwenden, gewinnen sie einen ansprechenden Zugang zum Leben der Kirche, der sie oft fern stehen. Sie sollen erkennen, wie Diakonie entsteht, welche Aufgaben sie wahrnimmt, wie sie auf neue Herausforderungen eingeht und damit auch zu einer Humanisierung der Gesellschaft beiträgt. Schließlich sollen die Schüler dafür offen werden, selbst Nöte wahrzunehmen und auf sie einzugehen.
 

8.5.1 Lebendige Kirche - Diakonie am Ort

- Schülerwahrnehmungen: Kindergarten, Gemeindeschwester, Krankenhaus, Sammlungen o. Ä.

- Überlegungen zu Fragen wie: Welche Menschen sind in Not und brauchen Hilfe?
 

8.5.2 Kirche erweist ihre Kraft im Dienen

- Motive diakonischen Handelns: Nächstenliebe (dazu: Gal 6,2 oder Werke der Barmherzigkeit Mt 25, 31-46), leiblich-seelisch-soziale Heilung (Gelähmter, Mk 2,2-12 oder Bartimäus, Mk 10,46-52); Nachfolge Jesu; Gottes-Dienst

- "Innere Mission" (Lebensbilder von Gründergestalten wie Löhe, Wichern, Sieveking im Rahmen ihrer Zeit; Aufbau und Entwicklung von Einrichtungen der Inneren Mission in Bayern)
 

8.5.3 Diakonische Arbeit der Kirchen heute  HsB8.4.2

- Arbeitsfelder und Einrichtungen der Kirchen vor Ort; die Notwendigkeit freier Träger gegen einen staatlichen Monopolanspruch auf Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens

- Aktivitäten der Diakonie wie Beobachtung, Aufdecken, Überwinden der Ursachen von Nöten in der Gesellschaft; neue Aufgaben (Beratung, Arbeitslose, Asylbewerber o. Ä.)

- konkrete diakonische Möglichkeiten von Jugendlichen (z. B. kleine Hilfsdienste im Alltag; Umgang mit Behinderten), ggf. im Rahmen einer Aktion (z. B. Besuchs- und Helferdienste, Sammlungen) als Ausdruck der Erkenntnis: "Auch wir sind Kirche".
 
 

8.6 Die Macht des Wortes - verantwortlich reden

Worte haben Wirkungen - im Guten wie im Bösen; deshalb ist es wichtig, dass Schüler dafür sensibel werden, welche Folgen ihr Reden haben kann. Sie sollen erkennen, dass vertrauensvolles und verlässliches Zusammenleben von Menschen auf Wahrheit angewiesen ist, jedoch von Lüge zerstört wird. Sie nehmen wahr, was es in unterschiedlichen Situationen jeweils heißt, verantwortlich die Wahrheit zu sagen. Im Sinn der Nächstenliebe sollen sie bereit werden, nicht nur ihr Verhalten, sondern auch ihr Reden mit dem Nächsten und über ihn an dem zu orientieren, was für diesen gut ist.
 

8.6.1 Worte wirken

- Erfahrungen der Schüler mit der Wirkung von Worten (dazu auch Sprichwörter und Redensarten): Worte trösten, ermutigen, schaffen Vertrauen; Worte schaden, entmutigen, verletzen, zerstören Gemeinschaft

- Wahres reden fördert das Zusammenleben in Familie, Freundschaft, Schule, Gesellschaft (Verlässlichkeit von Zusagen, Verabredungen usw.; wechselseitige Glaubwürdigkeit)

- Unwahres Reden gefährdet und zerstört das Zusammenleben (Lüge und Verrat untergraben Vertrauen; Beleidigung und Verleumdung verletzen oder trennen; "Notlüge" und Halbwahrheiten verunsichern; Sensationsberichterstattung stützt Vorurteile)
 

8.6.2 Schwierigkeiten beim verantwortlichen Umgang mit dem Wort G/Sk/Ek8.4.3

- Einstellungen und Verhaltensweisen, die förderlich oder hinderlich sind, die Wahrheit zu sagen: zuhören; spüren, was andere an Wahrheit vertragen; Mut zum offenen Wort; im rechten Moment schweigen oder: Angst, Feigheit, Trägheit; rasches Urteilen; nur an sich denken; angeben

- Schwierigkeiten mit der Wahrheit: Situationen und Probleme wie zu wenig Bescheid wissen, echte Loyalitäts- und Interessenkonflikte, Rücksicht auf Schwächere, Wahrung von Geheimnissen (etwa Beichtverschwiegenheit), Vertrauensschutz, Schutz der Privatsphäre
 

8.6.3 Verantwortlich reden lernen

- Gottes Liebe zum Menschen und Nächstenliebe als Maßstab unseres Redens zum anderen und über ihn, dazu Luthers Auslegung zum 8. Gebot sowie Eph. 4,25; Vergebung als Neubeginn

- Regeln für verantwortliches Reden: Informationen beschaffen; bedenken, zu wem, in welcher Situation geredet wird; abwägen, welche Folgen entstehen können; helfen, nicht schaden wollen D8.1.1
 
 

8.7 Gott fordert Menschen heraus - Propheten, ihre Botschaft, ihre Hörer

Unheilsankündigungen begegnen Schülern heute als Zukunftsszenarien, die den Untergang voraussagen, wenn nicht im Umweltverhalten, bei der Bevölkerungsvermehrung, in der globalen Verteilung sozialer Chancen radikale Wandlungen erfolgen. Die Schüler sollen erkennen, dass den biblischen Propheten solcher Ruf zu verantwortlichem Handeln nahe steht, dass jedoch hinter ihrem scharfen Blick für Unrecht und ihrer wachen Hoffnung nicht Angst steht, sondern die Überzeugung: Gott liebt seine Menschen und will sie darum auf den rechten Weg bringen. Auch für ihr eigenes Leben können die Schüler am Geschick von Jeremia oder Jona wahrnehmen, wie das Ausrichten des Gotteswortes - mit seiner Kritik an falschen Wegen - Einsamkeit und Zweifel, aber auch Ermutigung und Hoffnung erleben lässt.
 

8.7.1 Gottes Herausforderung an Menschen

- "Von Imperativen umstellt" - Erfahrungen der Schüler bei der Forderung, mit sich und der Welt zurechtzukommen (Fatalismus, Ignorieren, falsche Sicherheiten o. Ä.)

- Gott will, dass wir verantwortlich handeln: Eine Überforderung? - Können, sollen, wollen wir das?

- Gott fordert Einzelne besonders heraus: sein Ruf an Propheten (Jeremia oder Jona), dazu geschichtlicher/biographischer Hintergrund
 

8.7.2 Erfahrungen mit Gottes Herausforderung

- Stationen auf dem Lebensweg des Jeremia: Tempelrede (Jer 26,1-19); Unheilsverkündigung (Jer 19,1-5 u. 10f.; 20,1ff.); Widerstand des Volkes und die Erfahrung der Demütigung (Jer 27,1-28,11 in Auswahl); Klage und Rettung (Jer 15,10-21); Hoffnung auf Umkehr (Jer 29,11-14; 31,31-34)  KR8.6.3

oder

- Stationen auf dem Lebensweg des Jona: Auftrag; Flucht; Rettung; Bußpredigt; Zorn über den Bußerfolg; Einsicht: Gott will die Umkehr des Sünders, nicht seine Vernichtung (das Buch Jona im Überblick)
 

8.7.3 "Seid aber nicht Hörer des Wortes allein" - "Buße - Umkehr"

- Propheten mahnen Gehorsam gegenüber Gottes Willen an, indem sie die Beachtung seiner Gebote einfordern; Propheten ermutigen, auch gegen innere und äußere Widerstände diesem Weg treu zu bleiben  EvR8.1.3

- Vergleich der Folgen, die das Einhalten bzw. Nichteinhalten von Gottes Geboten für eine Gesellschaft hat, darzustellen am 5., 7. oder 8. Gebot im Hinblick auf eine konkrete Gemeinschaft wie Klasse, Familie, Ortsgemeinde: der menschenfreundliche Sinn der Gebote Ethik (Jahrgangsstufe 8)  
 

8.1 Im Leben Sinn erkennen - dem Leben Sinn geben KR8.1, EvR8.2, Ph/Ch/B8.3.4

Jugendliche sehnen sich nach einem sinnerfüllten Leben. Sie sollen sich der Ausdrucksformen ihrer Sinnsuche bewusst werden und erkennen, dass Sinnfindung auch den eigenen Einsatz braucht. Indem sie Wege in Abhängigkeiten von Wegen zu einem reicheren Leben unterscheiden, können sie entdecken, was ihrem eigenen Leben Sinn zu geben vermag.
 

8.1.1 Was Jugendlichen wichtig ist

- Lebensformen Jugendlicher als Ausdruck ihrer Sehnsüchte, z. B. Mode, Musik, Sprache, Symbole; Treffpunkte, Cliquen, Beziehungen; Sport S8.4, Mu8.1

- Motive der Sinnsuche, z. B. der Wunsch, glücklich zu werden, Geborgenheit zu finden, Außerordentliches zu erleben

- Probleme des Heranwachsens, z. B. die Unsicherheit darüber, wer ich bin, wer ich sein will, was ich werden kann Al8.3.3; Zukunftsängste, Enttäuschungen
 

8.1.2 Abwege der Sinnsuche S8.1

- was zur Sucht führen kann: Alkohol, Nikotin, Tabletten, Glücksspiel, Fernsehen o. a.; Folgen wie Abhängigkeit, Willensschwäche, Gesundheitsschädigung; Beratungsmöglichkeiten

- der Reiz des Geheimnisvollen, z. B. Okkultismus/Spiritismus, Horoskop/Pendeln/Kartenlegen, ggf. in Psychokulten und autoritären religiösen Gruppen; Folgen wie Realitätsverlust, Fremdbestimmung, Isolation gegenüber der bisherigen Lebenswelt
 

8.1.3 Sinn entdecken

- Aufmerksamkeit für die Schönheiten des Lebens

- Wahrnehmung, dass andere gut zu mir sind; Versuche, selber zu anderen gut zu sein; sich auf Freundschaft einlassen

- sinnvolle, kreative Tätigkeiten für sich allein und in Gemeinschaft mit anderen, z. B. im sportlichen, musischen, sozialen, religiösen, politischen Bereich oder im Naturschutz

- bei Erlebnissen des Scheiterns, des Zweifelns, der Sinnleere die Hilfe von Freunden, Eltern und anderen vertrauenswürdigen Menschen suchen; zwischen Unabänderlichem und aktiv Veränderbarem unterscheiden
 
 

8.2 Einen Freund, eine Freundin finden KR8.3

Mit Erwartungen und Neugierde, aber auch mit Unsicherheiten und Ängsten begegnen junge Menschen dem anderen Geschlecht. Sie sollen die damit verbundenen Hoffnungen, Wünsche und Befürchtungen als Ausdruck ihrer Personmitte ernst nehmen und sich über ihre Gefühle Klarheit verschaffen. Sie sollen die Bedeutung einer ganzheitlich erlebten Sexualität erkennen und bereit werden, ihre Beziehungen in Achtung voreinander zu gestalten.
 

8.2.1 Erfahrungen und Wünsche Jugendlicher

- körperliche und seelische Veränderungen bei Mädchen und Buben, Veränderungen in ihren Beziehungen

- unterschiedliche geschlechtsspezifische Verhaltensweisen, z. B. in Medien, im persönlichen Umfeld

- Wünsche, Träume und Hoffnungen zu Liebe und Geborgenheit

- Situationen: (zu) viele Freunde haben, (noch) keinen Freund oder (noch) keine Freundin finden
 

8.2.2 Freundschaft, Liebe und Sexualität

- Erwartungen: wie ich mir einen Freund, eine Freundin, wie Freundschaft vorstelle, z. B. in Schüleräußerungen oder Leserbriefen Jugendlicher an Jugendzeitschriften

- verliebt sein, aufeinander eingehen: Formen respektvollen und verantwortungsbewussten Umgehens miteinander, z. B. Ausdrucksweisen von Zärtlichkeit und Respektierung der Intimsphäre (Schamgefühl); Umgang mit Enttäuschungen Ph/Ch/B8.3.3

- Bedeutung von Freundschaft, Liebe und Sexualität für die Persönlichkeitsentfaltung junger Menschen
 
 

8.3 Das Leben in die eigenen Hände nehmen

Die Schüler verspüren in dieser Altersstufe ein zunehmendes Verlangen, ihr Leben selbst zu bestimmen. Ausgehend von ihren (Wunsch-) Vorstellungen sollen den Schülern einerseits die Grenzen für die Erfüllung ihrer Wünsche bewusst werden, andererseits sollen sie in der Übernahme der Verantwortung für eine aktive Lebensplanung die Herausforderung erkennen, ihrem Leben eine Sinnorientierung zu geben.
 

8.3.1 Vorstellungen von Leben

- bisherige Erfahrungen der Schüler; Rückblick und Vorausblick

- Wunschvorstellungen der Schüler vom eigenen Lebensweg

- Motive für Wunschvorstellungen, z. B. Erfolg, Reichtum, Traum vom Glück; Nachahmung von Leitbildern Mu8.1.2
 

8.3.2 Grenzen eigener Lebensplanung KR8.6.1

- persönliche Voraussetzungen, z. B. Fähigkeiten, Persönlichkeitsmerkmale; Familie, Wohnort

- gesellschaftliche Gegebenheiten, z. B. politische Rahmenbedingungen, Arbeitsmarktlage

- Versuch, die eigenen Vorstellungen mit den gegebenen Chancen und Grenzen abzugleichen; was ist denkbar, machbar - was nicht, auch im Blick auf die anstehende Berufswahl Al8.3.3
 

8.3.3 Bewusste Lebensplanung - eine Herausforderung EvR8.4.3

- einen persönlichen Lebensplanentwurf, z. B. als Collage anfertigen; Diskussion und Reflexion in der Gruppe

- Gefahren, die einer aktiven und bewussten Lebensplanung entgegenstehen, z. B. sich treiben lassen, Selbstüberschätzung, Entscheidungen dem Zufall oder anderen überlassen, den (vermeintlich) bequemeren Weg gehen

- Einstellungen, die tauglich machen, z. B. richtige Selbst- bzw. Fremdeinschätzung, Mobilität, Offenheit für Neues, Herausforderungen annehmen, auf andere zugehen; Eigeninitiative, Mut, Verantwortung S8.2
 
 

8.4 Leitbilder für mein Leben

Auf der Suche nach der eigenen Lebensperspektive orientieren sich Jugendliche oft an Persönlichkeiten, die ihre Ideale verkörpern. Bei der Beschäftigung mit ausgewählten Themen aus Biographien interessanter Personen soll den Schülern bewusst werden, dass sie diese nicht nachahmen können, aber an ihnen Maßstäbe und Anregungen für die eigene Lebensführung finden können. Zugleich soll ihnen klar werden, was sie an ihren Leitbildern fasziniert.
 

8.4.1 Wie uns Leitbilder beeinflussen

- was uns an unseren Vorbildern beeindruckt, z. B. Reichtum, Schönheit, Erfolg, Ruhm

- was wir von anderen übernehmen, z. B. Mode WTG8.7, Gewohnheiten, Sprache, Vorlieben für bestimme Musik oder für Sportarten

- Gründe für den Wechsel von Vorbildern

- Fragwürdiges an Leitbildern, z. B. Manipulation durch Werbung, Schwärmen und Träumen als Ablenkung von sinnvollen, realistischen Lebenszielen

- Positives an Leitbildern, z. B. Ansporn zu eigenen Anstrengungen
 

8.4.2 Persönlichkeiten aus Vergangenheit oder Gegenwart, deren Leben fasziniert

- Entdecker, Forscher, Künstler, z. B. Marie Curie, Michelangelo E8.2.3, Mu8.1

- Menschen mit humanitärem Engagement, z. B. Elsa Brandström, Albert Schweitzer

- Menschen mit politischem Engagement, z. B. Thomas Morus, Geschwister Scholl, Dietrich Bonhoeffer
 

8.4.3 Worin die Vorbildlichkeit bestehen kann

- Motive bedeutender Persönlichkeiten, z. B. Wissensdrang, Hilfsbereitschaft, Wahrheitsliebe

- zielstrebiges, phantasievolles, entschiedenes, umsichtiges, gewissenhaftes, klares Handeln dieser Personen

- nicht Nachahmung von Einmaligem, sondern Gestaltung des eigenen, anderen Lebens aus ähnlichen Motiven, mit ähnlicher Konsequenz wie bei den Vorbildern
 
 

8.5 Weltreligionen: Glaube und Leben im Judentum KR8.4, EvR8.3

Die Schüler lernen mit dem Judentum die früheste der drei großen monotheistischen Religionen kennen. Sie setzen sich mit den jüdischen Glaubensgrundlagen und gelebten Traditionen auseinander und werden auf Elemente dieser Religion in unserer Kultur aufmerksam. Die oftmals leidvolle Geschichte der Juden dient zur Mahnung, für die Würde jedes Menschen sowie für Verständigung und Versöhnung einzutreten und soll zur Einsicht führen, dass Judenfeindlichkeit überwunden werden muss.
 

8.5.1 Jüdische Zeugnisse, jüdisches Leben

- örtliche Zeugnisse jüdischen Lebens bei uns: Gedenktafeln, Synagogen, Straßennamen, Gebäude, Friedhöfe u. a.

- Beiträge von Juden zur Kultur unseres Landes, z. B. Schriftsteller, Künstler, Wissenschaftler

- die Bedeutung von Gebet, Tora, Reinheitsgeboten im Alltag; Sabbatfeier in der Familie; Feste und Festkalender
 

8.5.2 Das "Alte Testament" - die hebräische Bibel

- Schöpfungs- und Zukunftsverständnis, z. B. Schöpfungsgeschichten und messianische Erwartung

- Bundesgeschichten, z. B. Abraham, Exodus und Sinai, Propheten

- Landnahme- und Vertreibungsgeschichten, z. B. David, Jerusalem und der Tempel, babylonisches Exil

- die Tora als Glaubensweisung: Glaube an den einen Gott (Dtn 6,1-9), Dekalog (Ex 20,1-17), Gottes- und Nächstenliebe (Dtn 6,4 und Lev 19,18)
 

8.5.3 Zeiten der Verfolgung, Zeit der Verständigung und Befriedung

- Zerstörung Jerusalems 70 bzw. 135 n. Chr. und Vertreibung aus Jerusalem

- Leben in der Diaspora und Verfolgungen in Europa

- Vernichtungsprogramm im Nationalsozialismus  G/Sk/Ek8.7.2, G/Sk/Ek8.7.4, z. B. Auschwitz oder Beispiele aus dem örtlichen Umfeld; Gründung des Staates Israel

- Versöhnungsanstrengungen in der Gegenwart, z. B. politischer und kirchlicher Verständigungswille, Woche der Brüderlichkeit, Jugendaustausch
  Deutsch (Jahrgangsstufe 8)  
 

8.1 Sprechen und Schreiben

Die Schüler verwenden ihre sprachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten zunehmend dazu, sich mit ihrer eigenen Persönlichkeitsentwicklung und den Anforderungen der Arbeitswelt auseinander zu setzen. Im mündlichen Bereich erproben sie unterschiedliche Möglichkeiten der Kontaktaufnahme und Konfliktbewältigung. Sie vertiefen wichtige Gesprächs- und Diskussionstechniken und gewinnen so an sprachlicher Sicherheit, auch im Hinblick auf das Vorstellungsgespräch. Ihre Ausdrucksfähigkeit erweitern sie zudem anhand neuer Formen des kreativen Umgangs mit Sprache.

Im schriftlichen Bereich lernen die Schüler unter anderem, standardisierte Texte zu erstellen sowie Dokumentationen in individueller Form zu verfassen. In der Auseinandersetzung mit aktuellen Themen und literarischen Texten sollen sie auch Bedeutung und Wandel gesellschaftlicher Wertvorstellungen erkennen.

Weitere wichtige Arbeitstechniken helfen ihnen vornehmlich beim Protokollieren und bei der Ausarbeitung von Kurzreferaten.
 

8.1.1 Miteinander reden und vor Zuhörern sprechen

- Techniken für die Teilnahme an einer Diskussion kennen und anwenden: argumentieren, Zwischenergebnisse zusammenfassen, Rednerliste führen

- Aufgaben, Probleme und Konflikte besprechen und nach Lösungsmöglichkeiten suchen, z. B. das eigene Befinden ausdrücken, angemessen reagieren, Pro und Kontra abwägen, persönlich Stellung beziehen, im Rollenspiel Lösungsmöglichkeiten erproben, Möglichkeiten der Zusammenarbeit entwickeln KR8.3.1, EvR8.6.3

- situations- und themengerecht einen Fragenkatalog zusammenstellen und Fragestrategien entwerfen und anwenden, z. B. im Zusammenhang mit Betriebserkundung oder Betriebspraktikum  Al8.1.1

- Gesprächsverhalten für Beratungsgespräch und Vorstellungsgespräch einüben, z. B. sich inhaltlich vorbereiten, sich auf die Situation und den Gesprächspartner einstellen  Al8.3.1, Al8.3.3

- Informationen zusammenfassen und vortragen, z. B. Arbeits- und Gesprächsergebnisse, aktuelle Ereignisse aus den Medien, Ergebnisse einer Befragung

- ein Kurzreferat ausarbeiten und halten: Material sichten und ordnen, Thema eingrenzen, Sachlogik bei der Gliederung berücksichtigen, Inhalte visualisieren, beim Vortragen bewusst Interesse wecken, Blickkontakt zu den Hörern herstellen
 

8.1.2 Für sich und andere schreiben

- Protokollieren (z. B. Verlauf oder Ergebnis einer Unterrichtsstunde, Betriebserkundung oder Betriebspraktikum, Projekt, Gruppenarbeit): Techniken des Mitschreibens erproben, Notizen zusammenfassen  Al8.1.1

- standardisierte Texte erstellen, auch mit Hilfe eines Textverarbeitungsprogramms: Lebenslauf, Bewerbungsschreiben  Al8.3.3, E8.1.1, E8.2.1, KbB8.4, HsB8.5.2

- eine Praktikumsdokumentation erstellen und ggf. veröffentlichen, z. B. Informationen zum Beruf, Tages- bzw. Wochenberichte, persönlicher Kommentar zum Praktikum, Darstellung und Bewertung von Einsichten und Erfahrungen  Al8.3.2

- sich mit Problemen auseinander setzen (z. B. Text für eine Zeitung): den eigenen Standpunkt darlegen, Argumente und Gegenargumente formulieren und ordnen

- sich mit Sachtexten und literarischen Texten auseinander setzen: Kernaussagen finden, Informationen ordnen und erläutern, die wesentlichen Aussagen formulieren und durch Textstellen belegen, Stellung nehmen, sprachliche Besonderheiten erkennen und beschreiben, textbezogene und thematisch weiterführende Aufgabenstellungen erfassen und bearbeiten
 

8.1.3 Kreativ mit Sprache umgehen  D8.2.1, Mu8.2.1

- sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten spielerisch erproben, auch mit Hilfe medialer Aufzeichnungen  Ku8.6

- Texte verändern, z. B. Nebenschauplätze oder Randfiguren darstellen, Texte verfremden, inneren Monolog entwerfen

- Formen des freien Schreibens pflegen, z. B. Schreiben an bestimmten Orten, Schreiben zu persönlich wichtigen Gegenständen
 

Arbeitstechniken zu 8.1:

- Arbeitsplan entwerfen: Informationen und Gedanken sammeln, ordnen und ergänzen; Arbeitsschritte festlegen

- unterschiedliche Informationsquellen verwenden, z. B. Nachschlagewerke, Statistiken, Schaubilder, Computerprogramme  M8.5.2, Inf8.2.2

- Informationen zusammenfassen und auswerten, z. B. protokollieren, tabellieren, zitieren, Grafiken versprachlichen

- eigene Texte überarbeiten: sprachliche Gestaltungsmittel, Rechtschreibung, Schriftbild und optische Gestaltung beachten KbB8.2, Inf8.2.2
 

8.2 Lesen und Mediengebrauch

Die Schüler steigern ihre Sicherheit im sinngestaltenden Vortragen. Sie lernen unterschiedliche Darstellungsweisen und Wirkungen literarischer Texte, auch aus anderen Ländern, kennen und vergleichen wichtige Aussagen mit ihrer eigenen Erfahrungswelt. Die Schüler lesen Sach- und Gebrauchstexte und Zeitungstexte kritisch unter besonderer Berücksichtigung der lebenspraktischen, vor allem berufsbezogenen, Nutzung.

Durch das Lesen von Jugendbüchern sollen die Schüler weiterhin zur Freizeitlektüre angehalten werden. Darüber hinaus sollen sie angeregt werden, literarische Verfilmungen und Theateraufführungen zu besuchen und sich darüber auszutauschen.
 

8.2.1 Zugang zu literarischen Texten finden  D8.1.3

- ausgewählte Beispiele literarischer Texte, auch in medialen Umsetzungen, kennen lernen

Gedichte, z. B. lyrische Gedichte, Erzählgedichte (Balladen)

epische Kleinformen: Erzählung, Kurzgeschichte

dramatische Texte

- Texte gestaltend vorlesen bzw. vortragen, z. B. Pausen zur Gestaltung einbeziehen, mit gestischer Untermalung lesen

- den Inhalt zunehmend selbstständig erschließen, z. B. durch Verändern der Erzählperspektive, durch Darstellen einzelner Szenen

- wesentliche Gestaltungs- und Formelemente herausarbeiten und ihre Wirkung beschreiben, z. B. durch Vergleich mit anderen Texten, durch Entflechten vermischter Texte

- Informationen zur Entstehungszeit des Textes für das Verständnis heranziehen

- Bezüge zur eigenen Erfahrungswelt herstellen, z. B. das Geschehen in eine andere Zeit oder in ein anderes Land versetzen

- die Wirkung literarischer Texte erfahren und anderen vermitteln, z. B. durch Schattentheater, durch Bild-Text-Collagen
 

8.2.2 Jugendbücher kennen lernen und lesen

- Bücher lesen und vorstellen, z. B. Kurzreferat, Auswerten von Verlagsprospekten und Klappentexten, Buchausstellung, Autorenbegegnung

- Jugendbücher als Klassen- oder Gruppenlektüre lesen G/Sk/Ek8.7

- die eigene Lebenswelt mit der im Buch dargestellten vergleichen

- Bibliotheksangebote gezielt nützen können (z. B. zu Themen des Sachunterrichts)
 

8.2.3 Sach- und Gebrauchstexte erfassen und auswerten

unterschiedliche Sach- und Gebrauchstexte, auch aus anderen Fächern (z. B. Stellenanzeigen, Texte zur beruflichen Orientierung Al8.3.3)

- Inhalte zusammenfassen

- sprachliche bzw. texterläuternde Gestaltungsmittel erkennen und ihre Verwendung begründen

- die Aussageabsicht erfassen, belegen und beurteilen

- die eigene Meinung zu einem Text äußern
 

8.2.4 Sich mit journalistischen Texten auseinander setzen  Ku8.5

- journalistische Textsorten (z. B. Nachricht, Kommentar, Reportage, Interview, Leserbrief) und ihre sprachlichen Besonderheiten kennen lernen

- aus verschiedenen Zeitungen Textbeispiele zum gleichen Thema gegenüberstellen, z. B. im Hinblick auf Umfang, Sprache, Absicht, Layout

- Möglichkeiten der Meinungsbeeinflussung erkennen G/Sk/Ek8.7.2

- Nachrichten-, Jugend- oder Sportsendungen mit entsprechenden Berichten in der Zeitung vergleichen, z. B. Informationsgehalt, unterschiedliche Wirkung, Adressaten
 

Arbeitstechniken zu 8.2:

- "diagonales Lesen"

- Exzerpieren

- unterschiedliche Informationsquellen gezielt verwenden, z. B. Nachschlagewerke, ggf. auch elektronische  Inf8.2.2
 
 

8.3 Sprachbetrachtung und Rechtschreiben

Die Schüler sollen ihre sprachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten vertiefen und so zu einem zunehmend bewussteren Umgang mit der deutschen Sprache gelangen. Durch Untersuchen und Hinterfragen gelingt es ihnen, fremde Texte besser zu verstehen und eigene Texte situationsangemessen zu erstellen. Die Schüler sollen Bewusstsein für die Bedeutung von Rechtschreibung entwickeln. Sie bauen ihre rechtschriftlichen Fähigkeiten konsequent aus, wobei offene Unterrichtsformen wie Freiarbeit das selbstständige Arbeiten fördern.
 

8.3.1 Sprache untersuchen und aufmerksam gebrauchen

- die unterschiedliche Funktion von Wortarten kennen und in eigenen Texten bewusst einsetzen, z. B. beim Verb Indikativ und Konjunktiv, bei Konjunktionen die jeweils unterschiedliche Wirkung (nebenordnende oder unterordnende Verknüpfung von Sätzen; Herstellung des gedanklichen Zusammenhangs, z. B. aneinander reihend oder begründend)

- Herkunft und Bedeutung von Wörtern (z. B. von Lehnwörtern, Fremdwörtern, Fachbegriffen, Modewörtern) herausfinden, die Wörter situationsangemessen verwenden

- sprachliche Bilder, z. B. Wie-Vergleich und Gleichsetzung (Metapher), Symbol, in literarischen Texten und Sachtexten erschließen

- verschiedene Möglichkeiten der Satzverknüpfung, z. B. Satzzeichen, Konjunktionen, Adverbien, kennen und erproben

- eigene Texte durch den Gebrauch sprachlicher Mittel bewusst gestalten, z. B. Satzbau variieren, Satzarten und Satzlänge wechseln, Wiederholungen vermeiden und Formulierungen verwenden, die den Textzusammenhang verdeutlichen

- direkte und indirekte Rede unterscheiden und sachgerecht verwenden
 

8.3.2 Die individuelle Rechtschreibleistung verbessern

- häufig vorkommende Wörter, Fachbegriffe und Fremdwörter richtig schreiben

- persönliche Schwächen in der Rechtschreibung analysieren und versuchen, für die richtige Schreibweise eine einprägsame Merkhilfe zu finden

- eigene Texte gezielt rechtschriftlich überarbeiten: bekannte Lösungshilfen anwenden, Möglichkeiten der automatischen Rechtschreibprüfung in Textverarbeitungsprogrammen kennen und ggf. überlegt nützen
 

Fachbegriffe zu 8.3:

- Wortarten: Verb (Indikativ - Konjunktiv), Adverb

- Fremdwort

- direkte Rede - indirekte Rede
  Mathematik (Jahrgangsstufe 8)  
 

8.1 Prozent- und Promillerechnung

Ausgehend von der Bruch- und Dezimalbruchrechnung sollen die Schüler ein vertieftes Verständnis des Prozentbegriffes gewinnen. Sie können nun auch komplexere Prozentaufgaben bearbeiten. Gründliche Fehleranalysen geben ihnen Hinweise auf individuelle Schwierigkeiten. Durch gezieltes Arbeiten an diesen Defiziten erlangen sie in den Rechenverfahren des Prozentrechnens Sicherheit.

Die Schüler sollen erkennen, dass bei bestimmten Sachsituationen der Vergleichsbruch Tausendstel (Promille) zweckmäßiger ist. In Analogie zum Prozentrechnen lösen sie Aufgaben zur Promillerechnung.

- Anwendung des Prozentrechnens in schwierigeren Aufgaben

(mögliche Sachfelder: Mehrwertsteuer, Preissteigerung, Preisnachlass; Unkosten, Gewinn, Verlust)   Al8.2.4, Al8.2.5, Al8.4.1

- Darstellung von Prozentangaben in Schaubildern

- Grundaufgaben zur Promillerechnung und sachbezogene Anwendungen , z. B. Versicherungen, Bausparen, chemische Untersuchungen
 Al8.4.1
 

8.2 Rationale Zahlen

Die Schüler lernen neben den bisher bekannten Zahlbereichen auch die negativen rationalen Zahlen kennen. Ausgehend von realitätsnahen Situationen gewinnen sie durch Übertragen der Erfahrungen mit ganzen Zahlen sowie durch veranschaulichende Arbeit an der Zahlengeraden notwendige Einsichten. Sie sollen die Rechenregeln verstehen und anwenden.

- Rationale Zahlen

- Arbeit an der Zahlengeraden

- Grundrechenarten mit Rechenregeln
 
 

8.3 Geometrie

Beim Zeichnen mit Zirkel, Lineal und Geodreieck erwerben die Schüler grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten zum Lösen geometrischer Aufgabenstellungen. Sie sollen Konstruktionsschritte beschreiben, sorgfältig ausführen und das Ergebnis begründen.

Durch systematisches Zerlegen und Ergänzen von Vielecken entwickeln die Schüler Strategien zur Flächenberechnung. Diese Strategien können sie in konkreten Übungen der Feldvermessung erproben. Handlungsorientiertes Vorgehen ermöglicht ihnen die Ermittlung des Umfangs und des Flächeninhalts beim Kreis. Auf diese Weise finden die Schüler Näherungswerte für die Kreiszahl .

An geometrischen Körpern (Übergang vom Körpermodell zur Zeichnung und umgekehrt) schulen sie ihre Raumvorstellung. Beim zeichnerischen Darstellen von Körpern beschränken sie sich auf einfache Formen, wobei Skizzen und Maßstabszeichnungen auch als Lösungshilfen dienen.
 

8.3.1 Zeichnen und Konstruieren

- Grundkonstruktionen: Mittelsenkrechte, Senkrechte, Winkelhalbierende

 GtB8.1

- Konstruktion von Dreiecken (sss, sws, wsw)

- Schrägbilder, Schrägbildskizzen, Ansichten (Grund-, Aufriss) Ku8.1 , GtB8.1, WTG8.1
 

8.3.2 Vielecke und Kreis

- Umfang und Flächeninhalt von unregelmäßigen Vielecken

- Umfang und Flächeninhalt beim Kreis; Kreiszahl

- Kreisbögen, Kreisausschnitte, Kreisringe, zusammengesetzte Flächen
 

8.3.3 Prismen und Zylinder

- Untersuchen von Prismen und Zylinder

- Volumen und Oberfläche
 
 

8.4 Gleichungen

Die Schüler lösen komplexe Gleichungen mittels Termumformung und äquivalentem Gleichungsumformen. Sie sollen auch einfache Aufgaben mit negativen Zahlen bewältigen.

Bei der Anwendung in Sachzusammenhängen sollen die Schüler Werte in Formeln einsetzen und die entstehenden Gleichungen lösen. Sie lernen allmählich den Umgang mit Formelsammlungen, z. B. durch Anlegen einer Sammlung mit Grundwissen.

- Ansetzen und Lösen von Gleichungen

- Umgang mit Formeln

- Anwendung, z. B. in den Bereichen Geometrie und Prozentrechnen
 
 

8.5 Zuordnungen und Schaubilder

Anhand von ausgewählten Sachsituationen aus ihrem Lebens- und Erfahrungsbereich erkennen die Schüler Zusammenhänge zwischen einander zugeordneten Größen. Ergänzend zu den proportionalen Zuordnungen sollen sie auch die Eigenschaften von umgekehrt proportionalen Zuordnungen erfassen. Mit Hilfe unterschiedlicher Lösungsverfahren können sie fehlende Werte berechnen.

Schaubilder zu aktuellen Themen bieten den Schülern die Möglichkeit, eine anschauliche Vorstellung von Zuordnungen zu entwickeln. Durch eine gezielte Auseinandersetzung mit diesen grafischen Darstellungen sollen sie auch zu einer kritischen Sichtweise gelangen. Beim Zeichnen von Schaubildern lernen sie, auf einen geeigneten Maßstab zu achten und aus verschiedenen Darstellungsformen eine geeignete auszuwählen.
 

8.5.1 Zuordnungen

- proportionale und umgekehrt proportionale Zuordnungen

- zusammengesetzte Größen, z. B. Geschwindigkeit, Dichte, Stundenlohn

 Ph/Ch/B8.5, Al8.4.1
 

8.5.2 Schaubilder

- Schaubilder lesen, zeichnen und interpretieren  G/Sk/Ek8.2.1

- Anwendungen am Computer Inf8.2
  Englisch (Jahrgangsstufe 8)  
 

8.1 Sprache

Die Schüler erweitern ihre sprachlichen Kenntnisse so weit, dass sie in Schwierigkeit und Umfang gesteigerte Texte erschließen und sich dazu äußern können. Sie lernen schwierigere Hörtexte, auch mit mehreren Sprechern, zu verstehen. Sie sollen erkennen, dass es mehrere sprachliche Möglichkeiten gibt, eine Sprechabsicht auszudrücken. Sie erfahren auch, dass es Unterschiede zwischen British English und American English gibt.

Die Arbeit mit dem zweisprachigen Wörterbuch wird weiter ausgebaut.

Im Umgang mit verschiedenen Textarten vertiefen die Schüler die entsprechenden Erschließungsweisen.

Sie verfassen Texte nach detaillierten sprachlichen und inhaltlichen Vorgaben.

Mit wachsenden sprachlichen Erfahrungen können die Schüler Gesetzmäßigkeiten der Sprache auch selbst erkennen und besser verstehen. Mustersätze sowie grafische und verbale Darstellungen unterstützen dies. Die Schüler lernen, diese auf analoge Situationen zu übertragen und anzuwenden. Sie sollen jetzt auch in der Verwendung verschiedener Zeiten sicherer werden.

Die Schüler werden zudem in den Umgang mit Lernprogrammen, ggf. auch computergestützten, eingeführt, um individuell vorhandene Wissenslücken selbstständig schließen zu können.
 

8.1.1 Kommunikative Fähigkeiten

- unterschiedliche regionale Varianten verstehen: Zuordnen von Sprechern zum britischen oder amerikanischen Sprachraum

- auch schneller und weniger deutlich gesprochene Äußerungen global verstehen (z. B. Telefonate, Lautsprecherdurchsagen)

- Hör- und Lesetexte global verstehen

- weitgehend selbstständig Texte mit unbekannten Elementen im Detail erschließen, z. B. durch Gliedern, Unterscheiden von Wesentlichem und Unwesentlichem, Nachschlagen im Wörterbuch

- schwierige Textstellen mit Hilfe des zweisprachigen, ggf. auch elektronischen Wörterbuches erschließen
 

- Aussprache schulen: Annäherung an flüssige Sprechweise, Aussprache aus dem Wörterbuch entnehmen

- Bildfolgen mündlich beschreiben

- zunehmend längere, zusammenhängende, auch selbst verfasste Texte zu einem Thema vorlesen und vortragen

- Dialoge zu Alltagssituationen entwerfen und führen

- einige by-passing-strategies kennen, z. B. Gestik und Mimik nutzen, Aussagen durch entsprechende Intonation zu Fragen machen
 

- den Wortschatz richtig schreiben

- persönliche Mitteilungen und Briefe verfassen

- zu Themen aus dem Unterricht Notizen machen

- eine Bildergeschichte schreiben

- einfache sachliche Schreiben erstellen, z. B. tabellarischer Lebenslauf, kurze Bewerbung

 D8.1.2, Al8.3.3, KbB8.4
 
 

8.1.2 Grammatik   ( Sofern keine Einschränkung angegeben ist, lernen die Schüler die Strukturen in allen Satzarten )
 

Folgende Strukturen sollen die Schüler anwenden können: 

- Present Perfect Simple (auch mit since und for) 

- going-to Future 
 
 

- Bedingungssatz Typ I (z. B. If it rains, I'll go to the cinema

- Relativsatz mit who, which, that 

- -ing Form als Subjekt und Objekt 

- Mengenangaben: some, any, no und deren Zusammensetzungen 

- Stellung von Orts- und Zeitangaben 

- Adverbien der Art und Weise 

- weitere Konjunktionen, z. B. if, although 
 

- Infinitiv

Folgende Strukturen sollen die Schüler verstehen können: 
 
 
 
 
 
 

- Past Progressive 

- Passiv (Simple Present und Simple Past
 
 

- Relativsatz ohne Relativpronomen 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

- Ersatzformen: to be able to und to be al- 

lowed to 

- Reflexivpronomen 

- Possessivpronomen ohne nachfolgendes Substantiv 

- Vergleiche: as ...as/ not as ... as 

- Question tags

 
 
8.1.3 Wortschatz/Wendungen

- insgesamt ca. weitere 400 Wörter in Laut und Schrift

- weitere Präpositionen, z. B. on/over/above; to/into/in

- Die Ziffer "Null": zero, o, nil, love

- Dezimalzahlen

- einige Gradadverbien, z. B. quite, fairly

- Verben mit Präpositionen (phrasal verbs), z. B. to look for, to look after

- folgende Wendung: I was born

- einige wichtige Wörter aus dem American English

- einfache Möglichkeiten der Wortbildung, z. B. durch Präfix/Suffix, Substantivierung
 
 

8.2 Texte/Themen/Landeskunde

Die Schüler lernen Großbritannien und die USA als attraktive Touristikländer kennen, sehen aber auch die damit verbundenen Probleme. Sie erfahren etwas über interessante Ereignisse aus der Geschichte der USA und beschäftigen sich mit traditionellen und modernen Arten der Freizeitgestaltung. Insbesondere setzen sie sich mit den Formen der jeweiligen Jugendkultur auseinander.
KR8.1.1
 

8.2.1 Textarten

- dialogische Texte

- Erzähltexte, z. B. Geschichten, Sagen, Witze, Cartoons

- Sach- und Gebrauchstexte, z. B. Berichte und Beschreibungen (auch in Verbindung mit dem Sachkundeunterricht), Bedienungsanleitungen, Arbeitsanweisungen, Reisebeschreibungen, Fahrpläne, Programme, Werbematerial (auch zweisprachig und in Verbindung mit AL), Anzeigen, Formulare, Fax, E-Mail, Texte aus dem Internet

- persönliche Mitteilungen, z. B. Briefe, Tagebucheinträge, Einladungen  Ku8.5, HsB8.5.2

- sachliche Mitteilungen, z. B. schriftliche Anfragen, Bestellungen, Gemeindesteckbrief, Lebenslauf  D8.1.2, KbB8.4, Al8.3.3

- proverbs, Gedichte, Limericks, Lieder (z. B. Pop Songs, Rock, Musicals, Jazz)  Mu8.2.1 u. E8.2.3

- eine Ganzschrift
 

8.2.2 Themenbereiche

- Natur und Umwelt

- zwischenmenschliche Beziehungen

- Idole aus der Popszene  EvR8.2.1, Eth8.4.2, Mu8.1.2

- Beruf und Ausbildung  Al8.3.2
 

8.2.3 Landeskundliche Inhalte

- Nationalparks in GB und USA, z. B. Lake District, Grand Canyon

- Ereignisse aus der amerikanischen Geschichte, z. B. Gründung der USA, Immigration

- Songs aus der Gründerzeit, z. B. Clementine, Oh Susanna

- The British Monarchy

- eine herausragende Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts Eth8.4.1
 

  Physik/Chemie/Biologie (Jahrgangsstufe 8)  

Themenbereich

Physik

Chemie

Biologie

8.1 Boden - Lebensgrundlage und Lebensraum 8.1.1 Lebewesen im Boden

8.1.2 Bodenqualität

8.2 Lebensgemeinschaft Wald 8.2.1 Pflanzen und Tiere im Wald
8.2.2 Funktionen des Waldes
8.3 Gesunde Lebensführung

8.3.1 Ernährung des Menschen

8.3.2 Verdauung beim Menschen
8.3.3 Infektionskrankheiten
8.3.4 Genussmittel und Drogen
8.4 Stoffe im Alltag und in der Technik 8.4.1 Säuren und Laugen
8.4.2 Salze
8.5 Umgang mit Elektrizität 8.5.1 Magnetismus, Elektromagnetismus
8.5.2 Elektromagnetische Induktion
8.5.3 Leistung
8.5.4 Elektrische Energie

 

8.1 Boden - Lebensgrundlage und Lebensraum EvR8.1.1, G/Sk/Ek8.5

Den Schülern soll klar werden, dass der Boden eine wesentliche Voraussetzung für die Lebewesen auf der Erde ist. Sie erkennen möglichst durch eigene Untersuchungen, welche Bedeutung Kleinlebewesen für die Güte des Bodens haben. Im Besonderen lernen sie Bakterien als spezielle Einzeller kennen.

An Beispielen lernen sie die Bodenqualität zu bestimmen. Sie stellen fest, wodurch der Boden gefährdet ist, und sollen darüber nachdenken, welcher Beitrag zum Erhalt der Bodenqualität geleistet werden kann.
 

8.1.1 Lebewesen im Boden

- Bedeutung des Bodens für den Menschen, für Tiere und Pflanzen

- Beschaffen, Auswerten und Wiedergeben von Informationen  KR8.5.1, D8.1.1, D8.2.3

- Lebewesen in der Laubstreu und im Boden, z. B. Regenwurm, Pilze, Kleinlebewesen; ihre Funktion bei der Zersetzung abgestorbener Pflanzen und Tiere; Verrottung Ph/Ch/B8.2.2

- Bakterien und ihre Bedeutung; Koloniebildung; Betrachten mit dem Mikroskop Ph/Ch/B8.3.1, Ph/Ch/B8.3.3
 

8.1.2 Bodenqualität

- Bodenproben (Schulhof, Garten, Acker, Baustelle o. Ä.); Untersuchungen, z. B. hinsichtlich Körnigkeit, Bindigkeit, Formbarkeit, Luftdurchlässigkeit, Wasserhaltevermögen, Kalkgehalt, pH-Wert 8.4.1, Wachstum auf verschiedenen Böden

- Bewahrung, Gefährdung und Vernichtung des Bodens; Verantwortung des Menschen  KR8.5.1
 
 

8.2 Lebensgemeinschaft Wald

Die Schüler lernen den Lebensraum Wald sowie einige wichtige Tiere und Pflanzen darin kennen und werden dabei zunehmend mit Bestimmungshilfen vertraut. An einem Beispiel stellen sie Zusammenhänge zwischen dem Wachstum heimischer Waldbäume und Standortfaktoren her. Sie erwerben an einem nach örtlichen und jahreszeitlichen Gegebenheiten ausgewählten Insekt ein Grundwissen über dessen Lebensweise und Entwicklung und verschaffen sich einen Überblick über gemeinsame Merkmale der Insekten.

An einem einfachen Nahrungsnetz werden den Schülern Zusammenhänge zwischen Pflanzen und Tieren im Wald bewusst. Sie erkennen die Bedeutung des Waldes für den Menschen und erfahren, wodurch der Wald gefährdet ist und wie er geschützt werden kann.
 

8.2.1 Pflanzen und Tiere im Wald

- Nadelbäume - Laubbäume, Sträucher, Kräuter; Tiere; Bestimmungsübungen  Ku8.2

- Waldbäume und ihre Ansprüche an den Standort, z. B. hinsichtlich Licht, Wasser, Boden, Klima

- Insekten im Lebensraum Wald, z. B. Staaten bildende Insekten, Borkenkäfer

- weitere Insekten, gemeinsame Merkmale
 

8.2.2 Funktionen des Waldes

- Nahrungsbeziehungen im Wald; Erzeuger, Verbraucher, Zersetzer Ph/Ch/B8.1.1, Ph/Ch/B8.3.1, Ph/Ch/B8.3.3

- Bedeutung des Waldes, z. B.: Lebensraum, Reinhaltung der Luft, Wasserspeicher, Erosionsschutz, Erholungsraum für den Menschen, Holzlieferant

- Gefährdung des Lebensraums, z. B. durch menschliche Eingriffe, Monokulturen, sauren Regen  Ph/Ch/B8.4.1, KR8.5.1, EvR8.1.1
 
 

8.3 Gesunde Lebensführung

Die Schüler werden angeleitet, vor der Klasse zu schildern, was sie über die Ernährung des Menschen und über den sachgemäßen Umgang mit Nahrungsmitteln im Fach "Hauswirtschaftlich-sozialer Bereich" erfahren haben. Ihnen soll klar werden, dass die Pflanzen durch ihre Fähigkeit zur Fotosynthese die Grundlage des Stoffkreislaufs und damit der Nahrung von Mensch und Tier sind. Sie untersuchen Getränke und machen sich bewusst, warum Menschen trinken müssen. Indem sie den Weg der Nahrung durch den Körper nachvollziehen, wird ihnen die Aufgabe der Verdauungsorgane deutlich. Sie erkennen, wie sie durch ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensführung Krankheiten vorbeugen können.

Die Schüler erfahren, wie Infektionskrankheiten entstehen können, wie diese in der Regel verlaufen und wie sie sich davor schützen können. Sie erhalten grundlegende Informationen zur Infektionskrankheit Aids und sollen einsehen, dass der beste Schutz davor das verantwortungsbewusste Verhalten gegenüber sich selbst und anderen ist. Sie können ein Gespür entwickeln, wie man angemessen mit Kranken umgeht.

Die Schüler werden auf Ursachen des Konsums von Genussmitteln und Drogen sowie auf Folgen des Missbrauchs aufmerksam. Besonders soll ihnen die Gefahr von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr verdeutlicht werden. Am Beispiel alltäglicher Situationen werden ihnen Wege aufgezeigt, wie sie der Gefahr, süchtig zu werden, begegnen können. Sie sollen einsehen, dass ein besonderer Schutz vor Sucht darin besteht, dem Leben einen Sinn zu geben und praktikable Möglichkeiten der Lebensbewältigung verfügbar zu haben.
 

8.3.1 Ernährung des Menschen

- Grundsätze einer ausgewogenen Ernährung, Nährstoffe; Aufbewahren, Zubereiten und Haltbarmachen/Konservieren von Nahrungsmitteln (Hygiene) HsB8.1, Ph/Ch/B8.2; Beschaffen, Auswerten und Wiedergeben von Informationen  D8.1.1, D8.2.3

- Pflanzen als Grundlage der Nahrung: Stoffkreislauf - Fotosynthese (Teil II); Produktion von Zu-cker und Stärke, Nachweis von Stärke Ph/Ch/B8.1.1, Ph/Ch/B8.2.2; wichtige Kulturpflanzen (Überblick)

- Getränke und ihre Bestandteile: Milch (als Emulsion), Limonade (als Lösung); ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit und von Mineralsalzen  S8.1.5
 

8.3.2 Verdauung beim Menschen

- Weg der Nahrung im Körper

- Verdauungsorgane und ihre Funktion; Verdauungsvorgänge (einfache Experimente)

- Erkrankungen der Verdauungsorgane; Vorbeugung; Zusammenhang von Ernährung und Gesundheit
 

8.3.3 Infektionskrankheiten

- Krankheiten, z. B. durch Bakterien Ph/Ch/B8.1.1, Ph/Ch/B8.2.2 und Viren; Infektion und Verlauf  HsB8.2

- Schutz und Vorbeugung; Verhalten bei Erkrankung

- Aids: Ansteckung, Verlauf, Schutz  Eth8.2.2

- Verhalten gegenüber Kranken
 

8.3.4 Genussmittel und Drogen KR8.1.2, EvR8.2.2, Eth8.1

- Genuss, Gewöhnung, Abhängigkeit, Sucht

- Ursachen von Sucht: Mensch, Milieu, Mittel und Markt; legale und illegale Suchtmittel

- Wirkung von Rauschmitteln; Alkohol und Drogen im Straßenverkehr; Arzneimittelmissbrauch

- Folgen von Sucht, z. B. organische, psychische, soziale Schäden

- Suchtprävention als Entwicklung von Lebenskompetenzen, z. B. Selbstbewusstsein im Umgang mit sich und anderen  KR8.1.3, S8.1
 
 

8.4 Stoffe im Alltag und in der Technik

Ausgehend von Beispielen aus ihrer Umgebung erfahren die Schüler, dass Säuren, Laugen und Salze im Alltag und in der Technik vielfältig zur Anwendung kommen. Sie erwerben sich Grundkenntnisse über diese Stoffe und überlegen, wie man sie mit einfachen Methoden nachweisen kann. Dabei erkennen sie, dass man chemische Vorgänge mit Formeln und Gleichungen beschreiben kann. Sie sollen verstehen, dass durch richtigen Umgang mit diesen Stoffen Gefährdungen der Umwelt vermieden werden.

Bei Versuchen werden sie auch mit den entsprechenden Sicherheitsbestimmungen vertraut.
 

8.4.1 Säuren und Laugen

- Säuren (Säurelösungen) und Laugen aus dem Erfahrungsbereich der Schüler, z. B. im Haushalt; sachgemäßer Umgang, Gefahren

- Nachweisen von Säuren und Laugen

- Eigenschaften von Säuren und Laugen; Wirkungen auf andere Stoffe; Anwendungen

- Herstellen einer Säure (z. B. schweflige Säure, Salzsäure) und einer Lauge (z. B. Natronlauge)

- Formelschreibweise, z. B. H2SO3, HCl; NaOH

- Umweltgefährdungen, z. B. saurer Regen Ph/Ch/B8.1.2, Ph/Ch/B8.2.2, Reinigungsmittel  WTG8.6
 

8.4.2 Salze

- Salze aus dem Erfahrungsbereich der Schüler, z. B. Kochsalz; sachgemäßer Umgang

- Eigenschaften von Salzen; Wirkungen; Nachweis von Salzen

- Herstellen eines Salzes, z. B. durch Synthese oder Neutralisation; Element, Verbindung; Reaktion

- Wortgleichung und Formelschreibweise: NaOH + HCl  NaCl + H2O + Energie

- Verwendung von Salzen, z. B. Streusalz, Düngemittel; Umweltgefährdungen Ph/Ch/B8.1.2, WTG8.6
 
 

8.5 Umgang mit Elektrizität  M8.5.1

Die Schüler erwerben wichtige Kenntnisse über Wirkungen und Zusammenhänge des Magnetismus. Mit Hilfe dieses Wissens verstehen sie, wie ein Gleichstrommotor funktioniert. Sie beschäftigen sich mit den Grundlagen der elektromagnetischen Induktion und sollen begreifen, wie diese beim Generator und Transformator angewendet wird.

Ausgehend vom Begriff "Leistung" im Alltag verstehen die Schüler, was er in der Physik bedeutet. An Beispielen aus ihrem Erfahrungsbereich setzen sich die Schüler mit "elektrischer Leistung" und "elektrischer Energie" auseinander und werden mit den Maßeinheiten bekannt. Dabei lernen sie, wie elektrische Energie gemessen und abgerechnet wird. Bei ihnen soll die Bereitschaft geweckt werden, verantwortlich mit elektrischer Energie umzugehen.
 

8.5.1 Magnetismus, Elektromagnetismus

- Wirkung von Dauermagneten (untereinander bzw. auf andere Stoffe)

- das magnetische Feld; Feldlinien als Modellvorstellung

- magnetische Wirkung des elektrischen Stroms; Magnetfeld eines stromdurchflossenen Leiters; Beziehung zwischen Stromrichtung und Richtung des Magnetfelds (ohne Rechte-Hand-Regel)

- Elektromagnet: Abhängigkeit des Magnetfeldes von Windungszahl, Stromstärke und Eisenkern

- Gleichstrommotor und weitere Anwendungen, z. B. Gong, Relais, Klingel  GtB8.3
 

8.5.2 Elektromagnetische Induktion

- Erzeugung von Induktionsspannung

- Abhängigkeit der induzierten Spannung von der Windungszahl der Induktionsspule, von der Stärke und der Änderungsgeschwindigkeit des Magnetfeldes

- Wechselspannung, Wechselstrom; Frequenz

- Funktionsweise eines Generators

- Transformator; Funktion und Anwendungen; einfache Berechnungen
 

8.5.3 Leistung

- mechanische Leistung 

- Bedeutung der Leistungsangabe bei Elektrogeräten

- Zusammenhang von elektrischer Leistung, Spannung und Stromstärke; Berechnen der elektrischen Leistung P = U  I; Einheit: 1 VA (Voltampere) = 1 W (Watt) = 1 J (Joule); Maßeinheiten: 1 mW, 1 W, 1 kW, 1 MW
 

8.5.4 Elektrische Energie

- Bedeutung elektrischer Energie in der Schule, zu Hause

- Zusammenhang zwischen Energiebedarf, Leistung und Einschaltdauer elektrischer Geräte; Einheit: 1 VAs (Voltamperesekunde) = 1 Ws (Wattsekunde); Maßeinheiten: 1 Ws, 1 kWh

- elektrische Energie: Zähler, Kosten (Stromrechnung); verantwortlicher Umgang, Einsparungsmöglichkeiten
  Geschichte/Sozialkunde/Erdkunde (Jahrgangsstufe 8)  
 

Geschichte

Sozialkunde

Erdkunde

  8.1 Die Gemeinde als politischer Handlungsraum 

8.1.2 Aufgaben der Heimatgemeinde 

8.1.3 Der Stadtrat oder Gemeinderat 

8.1.4 Möglichkeiten der Mitwirkung 

8.1.5 Jugendliche engagieren sich

 

8.1.1 Merkmale der Heimat- 

gemeinde

    8.2 Europa 

8.2.1 Europa im Überblick 

8.2.2 Schwerpunkte verschiedener Wirtschaftsräume

8.3 Imperialismus und Erster Weltkrieg 

8.3.1 Europäische Weltbeherrschung 

8.3.2 Konflikte in Europa 

8.3.3 Der Erste Weltkrieg

   

Fächerübergreifende Bildungsaufgabe 8.4 Gewalt im Alltag - Umgang mit Konflikten  8.4.1 Erfahrungen mit Aggression und Gewalt  8.4.2 Gewalttätiges Handeln: Einflussfaktoren und Zusammenhänge  8.4.3 Konflikte und ihre Bewältigung

    8.5 Boden 

8.5.1 Boden als Ernährungsgrundlage 

8.5.2 Boden als Nutzfläche 

*8.5.3 Naturnahe Schulgeländegestaltung

8.6 Die Weimarer Republik 

8.6.1 Ausgangsbedingungen und Grundlagen 

8.6.2 Leistungen und Belastungen der Republik 

8.6.3 Aufstieg der NSDAP

   
8.7 Deutschland unter nationalsozialistischer Herrschaft und der Zweite Weltkrieg 

8.7.1 Machtergreifung 

8.7.2 Verführung und Terror 

8.7.3 Der Weg in den Krieg und die militärische Expansion in  

Europa 

8.7.4 Totaler Krieg, Völkermord und Widerstand 

8.7.5 Der Sieg der Alliierten und die Befreiung vom Nationalsozialismus

   

 

Sozialkunde

8.1 Die Gemeinde als politischer Handlungsraum

Die Schüler erhalten einen Einblick in die Raum- und Bevölkerungsstruktur der Heimatgemeinde. (*) Dabei können sie sich auch mit deren historischen Wurzeln beschäftigen. Sie erkennen, dass die Leistungen von den Bürgern mitfinanziert werden müssen. An einem aktuellen Fallbeispiel wird Verständnis dafür angebahnt, dass Interessen in Widerspruch geraten können, Sachverhalte dennoch geregelt werden müssen. Sie sehen ein, dass Entscheidungen nach demokratischen Grundsätzen getroffen werden. So können sie angeregt werden, aktiv an der Gestaltung ihres Heimatraumes mitzuwirken.
 

8.1.1 Merkmale der Heimatgemeinde

* Entwicklung unserer Gemeinde: Meilensteine der politischen Entwicklung, z. B. Gründung, Stadtrecht, Gebietsreform

- Grunddaten unserer Gemeinde nach den Grunddaseinsfunktionen, z. B. Größe, Aussehen Veränderungen, Einwohner, Arbeitsplätze, Wohnraum, Geschäfte, Schulen, Einrichtungen

- Darstellen eines geplanten, aktuellen oder abgeschlossenen Gemeindeprojekts; ggf. Exkursion
 

8.1.2 Aufgaben der Heimatgemeinde

- Pflichtaufgaben: Versorgung und Entsorgung (Art. 83 BV)

- freiwillige Aufgaben: Wohlergehen der Bürger (Art. 57 GO)

- Finanzierung von Aufgaben der Gemeinde; Haushaltsplan

* unsere Gemeinde im Landkreis
 

8.1.3 Der Stadtrat oder Gemeinderat

- die Arbeit im Stadtrat oder Gemeinderat; ggf. Besuch einer Gemeinde- bzw. Stadtratssitzung

- Entscheidungen in der Gemeinde: von der Antragstellung zum Beschluss
 

G/Sk/Ek8.1.4 Möglichkeiten der Mitwirkung

- verantwortliche Mitarbeit, z. B. in Gruppen, Vereinen, Parteien, Bürgerinitiativen

- Bürgerversammlung, Bürgerbegehren, Bürgerentscheid

- Kommunalwahlen
 

8.1.5 Jugendliche engagieren sich

Aufgreifen eines aktuellen Sachverhalts, z. B. zur Verkehrssicherheit, zur Freizeitgestaltung, zur Integration von Behinderten KR8.2.1, EvR8.4.3, HsB8.4.2
 
 

Erdkunde

8.2 Europa

Die Schüler eignen sich topographische Grundkenntnisse an. An ausgewählten Beispielen erfahren sie, wie natürliche Gegebenheiten das Leben der Menschen beeinflussen. Sie erkennen, dass Räume aufgrund wirtschaftlicher Schwerpunkte unterschiedlich geprägt werden. Dabei können sie das Spannungsfeld zwischen Ökologie- und Sozialverträglichkeit einerseits und unternehmerischer Expansion andererseits begreifen. Insgesamt soll ein Verständnis für die Einigung Europas geweckt werden.
 

8.2.1 Europa im Überblick

- Lage und Abgrenzung

- naturräumliche Grobgliederung

- Klima - und Vegetationszonen M8.5.2

- politische Gliederung: Nationalstaaten, politische Zusammenschlüsse, neutrale Staaten
 

8.2.2 Schwerpunkte verschiedener Wirtschaftsräume

- Rohstoffe aus Nordeuropa

- Landwirtschaft und Industrie in Westeuropa

- Tourismus in Südeuropa KR8.5.1

- wirtschaftliche Entwicklung in Osteuropa

- Kern- und Randräume der EU
 
 
 
 

Geschichte

8.3 Imperialismus und Erster Weltkrieg

Die Schüler lernen die Überlegenheitsideologie kennen, die sich in den europäischen Nationen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ausbreitete, und erkennen, dass diese - in Verbindung mit wirtschaftlichen Überlegungen - eine Politik der europäischen Weltbeherrschung in die Wege leitete. Sie lernen, dass Nationalismus und Militarismus in Europa eine Krisensituation schufen, die zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs führte. Sie werden dazu angeleitet, sich mit der schwierigen Frage nach der Schuld an diesem Weltkrieg auseinander zu setzen. Sie erfahren, wie die ursprünglich weit verbreitete Kriegsbegeisterung in eine durch das Kriegselend ausgelöste tiefe Depression umschlug. Sie befassen sich mit den Wendepunkten des Krieges und erfahren, dass der Krieg die zugrunde liegenden Probleme nicht löste, sondern neue Konflikte und Spannungen schuf.
 

8.3.1 Europäische Weltbeherrschung

- die Vorstellung von der Überlegenheit der europäischen Kultur und der "weißen Rasse": geistige Grundlagen und wirtschaftliche Zusammenhänge des Imperialismus

- das Beispiel des britischen Weltreichs

- das Deutsche Reich im Wettlauf um die Kolonien
 

8.3.2 Konflikte in Europa

- extremer Nationalismus und Rivalitäten zwischen den Staaten

- Bündnissysteme und Aufrüstung

- Militarisierungstendenzen in der Gesellschaft und in der Erziehung am Beispiel des Deutschen Reiches
 

8.3.3 Der Erste Weltkrieg 1914-1918

- Ausbruch; Kriegsschuldfrage

- Kriegserfahrungen an der Front und in der Heimat: zwischen Begeisterung und Elend

- Wendepunkte des Krieges: Eintritt der USA, Revolution in Russland 1917, Zusammenbruch der Mittelmächte
 
 

Fächerübergreifende Bildungsaufgabe

8.4 Gewalt im Alltag - Umgang mit Konflikten D8.1.1

Ausgehend von Fallbeispielen setzen sich die Schüler mit gewalttätigen Verhaltensweisen auseinander. Dabei sollen sie sich auch eigener Aggressionen bewusst werden, den Ursachen sowie dem "Sinn und Zweck dahinter" auf die Spur kommen und für sich klären, wo für sie selbst und für andere Gewalt beginnt. Die Wertschätzung eines friedlichen Zusammenlebens soll zur Bereitschaft führen, Aggressionen bewusst zu beherrschen und sich für gewaltfreie Verhaltensweisen einzusetzen.
 

8.4.1 Erfahrungen mit Aggression und Gewalt

- Gewalttätigkeiten im Alltag: Situationsbeschreibung; Bestandsaufnahme

- Gewalt in der Schule: Erlebnisse, Formen und Ausprägungen von Gewalt

- Wirkung von Gewalt auf Täter und Opfer
 

8.4.2 Gewalttätiges Handeln: Einflussfaktoren und Zusammenhänge

- Gesellschaft und Gewalt: Einstellungen, Akzeptanz, Werte und Normen, Darstellung von Gewalt

- Rolle und Bedeutung z. B. der Familie, des Fernsehens, der Gruppe, von Computerspielen

- Möglichkeiten des Schutzes
 

8.4.3 Konflikte und ihre Bewältigung EvR8.6.2, S8.2

- Entstehen von Konflikten: verschiedene Meinungen, Wünsche, Neigungen, Interessen, Rollenerwartungen

- Möglichkeiten der Konfliktlösung: Gespräch, Zurückhaltung und Verzicht, Kompromiss, Wege, um berechtigte Wünsche durchzusetzen
 
 

Erdkunde

8.5 Boden Ph/Ch/B8.1

Die Schüler lernen die Entwicklung der Landwirtschaft kennen. Dabei erfassen sie das Problem der Bodenbelastung und erfahren von Lösungsansätzen. Ihnen wird einsichtig, dass Boden gebraucht, damit aber auch verbraucht wird. Sie erfahren, z. B. bei einer Betriebserkundung, von naturverträglichen Möglichkeiten der Bodennutzung, wägen verschiedene Lösungen gegeneinander ab und werden in ihrem privaten Umfeld zu verantwortungsbewusstem Handeln angeregt.
 

8.5.1 Boden als Ernährungsgrundlage Al8.1

- Landwirtschaft um 1950: bäuerlicher Kleinbetrieb

- Strukturwandel in der Landwirtschaft: industrialisierte Landwirtschaft, Flurbereinigung

- Folgen und Auswirkungen des Strukturwandels

- Perspektiven einer nachhaltigen Landwirtschaft: ökologischer Landbau, Landschaftspflege, Konsequenzen für den Verbraucher KR8.5.3, EvR8.1.3, HsB8.1
 

8.5.2 Boden als Nutzfläche

- Bodenverbrauch, z. B. Wohnen, Industrie, Verkehr

- Folgen und Auswirkungen, z. B. Versiegelung, Eingriffe in Naturräume

- Perspektiven einer umweltverträglichen Bodennutzung, z. B. ökologisches Bauen und Wohnen, naturnahe Gestaltung von Plätzen, Verkehrskonzepte
 

* 8.5.3 Naturnahe Schulgeländegestaltung

Dieser Lerninhalt eignet sich für eine projektorientierte Bearbeitung
 

Geschichte

8.6 Die Weimarer Republik

Die Schüler beschäftigen sich mit dem revolutionären Umbruch, der Deutschland am Ende des Ersten Weltkrieges erfasste, und mit den unterschiedlichen Konzepten für die künftige Staatsordnung. Sie lernen die Weimarer Republik als die erste deutsche Demokratie kennen und erfassen die Gründe für ihr Scheitern. Sie werden sich der Gefahr bewusst, dass wirtschaftliche Not und politische Unzufriedenheit, aber auch obrigkeitsstaatliches Denken die Bevölkerung anfällig machen für "Führer-Figuren", die mit demagogischen Techniken aggressive Feindbilder verbreiten.
 

8.6.1 Ausgangsbedingungen und Grundlagen

- die Revolution 1918/19: Ursachen, Ziele, Verlauf

* Revolution 1918/19 in Bayern: Personen und Phasen

- Weimarer Verfassung 1919 und Vertrag von Versailles 1919
 

8.6.2 Leistungen und Belastungen der Republik

- Erschütterungen des Nationalbewusstseins und Verunsicherung großer Teile der Bevölkerung durch die Niederlage im Ersten Weltkrieg, durch Bestimmungen des Versailler Vertrags und durch die Inflation

- innen- und außenpolitische Leistungen, z. B. Wirtschaftsaufschwung, Wohnungsbau, Frauenwahlrecht, Arbeitslosenversicherung, Locarno-Vertrag, Aufnahme in den Völkerbund

- die Weltwirtschaftskrise

- das Ringen demokratischer und antidemokratischer Kräfte
 

8.6.3 Aufstieg der NSDAP

- Elemente der NS-Ideologie: Anti-Haltungen, z. B. gegen Demokratie, Sozialismus, Kapitalismus, Versailles; Antisemitismus und Rassismus; Führerprinzip und "Volksgemeinschaft"

- neue Formen suggestiver Propaganda und organisierte Gewalt als Mittel der Politik

- Protestmotive und Aufstieg zur Massenbewegung
 
 

Geschichte

8.7 Deutschland unter nationalsozialistischer Herrschaft und der Zweite Weltkrieg

 D8.2.2

Die Schüler befassen sich mit dem Nationalsozialismus als einer totalitären Diktatur. Sie erfahren, welche Folgen die Beseitigung der demokratischen Ordnung und die auf Antisemitismus und Rassismus beruhende Ablehnung der Idee der allgemeinen Menschenrechte hatten. Sie erkennen insbesondere, dass die "Führerherrschaft" keine Institutionen und Verfahren erlaubte, mit denen unterschiedliche Ideen und Interessen zum Ausdruck gebracht und Konflikte friedlich ausgetragen werden können: An die Stelle einer demokratischen Legitimation der politischen Ordnung wurde einerseits die propagandistische Vorspiegelung einer konfliktlosen "Volksgemeinschaft", andererseits die gewaltsame Unterdrückung freiheitlichen Denkens und Handelns gesetzt. Die Schüler verstehen, dass das ideologische Programm der rassistischen "Sanierung des Volkskörpers" zur Entrechtung und Verfolgung der als fremdrassig definierten Menschen führte, vor allem der Juden, aber auch zur Entrechtung der als "minderwertig" bezeichneten Teile der eigenen "Rasse" (z. B. "Euthanasie"). Die Schüler lernen, dass die nationalsozialistische Außenpolitik auf die Entfesselung eines Hegemonialkrieges angelegt war, der mit der Eroberung großer Teile Osteuropas zugleich den Charakter eines rassenideologischen Vernichtungskrieges erhielt - der Krieg als notwendige Voraussetzung für die Durchführung des Völkermordes an den Juden. Sie lernen Motive, Ziele und Formen des Widerstands kennen und die Haltung der Widerstandskämpfer zu würdigen. Die Schüler erfassen, dass dieser Krieg Zerstörungen bisher unbekannten Ausmaßes und unbeschreibliches menschliches Leid hervorrief.
 

8.7.1 Machtergreifung

- Hitlers Ernennung zum Reichskanzler 1933

- Aufhebung wesentlicher Grundrechte und "Ermächtigungsgesetz"

- "Gleichschaltung" der Parteien und Organisationen, der Länder; Beseitigung der kulturellen Vielfalt, z. B. Bücherverbrennung, Gleichschaltung der Medien
 

8.7.2 Verführung und Terror

- Propaganda, Führerkult, Inszenierung von Politik als Massenerlebnis D8.2.4

- Beseitigung der Massenarbeitslosigkeit durch Aufrüstung; sozial-politische Kampagnen, z. B. "Winterhilfswerk", "Kraft durch Freude"

- Erfolge bei der Revision des Versailler Vertrages

- Apparate und Formen des Terrors: Gestapo, SS, Konzentrationslager

- Entrechtung und Verfolgung der Juden und anderer Minderheiten; "Euthanasie" KR8.4.3, EvR8.3.3, Eth8.5.3

- Verhaltensweisen zwischen Zustimmung und Widerstand
 

G/Sk/Ek8.7.3 Der Weg in den Krieg und die militärische Expansion in Europa

- Kriegsziele: Hegemonie in Europa, "Lebensraum" im Osten

- Kriegsvorbereitung: Friedensbeteuerungen und Aufrüstung

- das Münchner Abkommen und die Zerschlagung der Tschechoslowakei; Hitler-Stalin-Pakt

- vom Überfall auf Polen 1. September 1939 bis zur Kriegswende bei Stalingrad
 

8.7.4 Totaler Krieg, Völkermord und Widerstand

- Zwangsarbeiter aus den besetzten Gebieten in der deutschen Kriegswirtschaft

- Holocaust: Vernichtung des europäischen Judentums KR8.4.3, EvR8.3.3, Eth8.5.3

- Widerstand in Deutschland, u. a. 20. Juli 1944, Weiße Rose
 

8.7.5 Der Sieg der Alliierten und die Befreiung vom Nationalsozialismus

- Entstehung und Kriegsziele der "Anti-Hitler-Koalition"

- die Problematik des Bombenkriegs

- die bedingungslose Kapitulation 8. Mai 1945

- Flucht und Vertreibung
  Sport (Jahrgangsstufe 8) (Teil I: Basissportunterricht)  
 

8.1 Gesundheit ( Fairness, Kooperation; Umwelt; Leisten, Gestalten, Spielen)

Die Schüler erfahren weitere Aspekte der Gesundheitserziehung inner- und außerhalb des Sportunterrichts und sollen sich an körperliche Betätigung unter gesundheitlichen Gesichtspunkten gewöhnen. Die Zusammenhänge zwischen Wohlbefinden und regelmäßiger gesundheitsorientierter sportlicher Bewegung sollen ihnen bewusst werden. Ph/Ch/B8.3.4, Eth8.1.2
 

8.1.1 Gesundheitsorientierte Fitnessfaktoren ( z. B. Leichtathletik, Schwimmen, Gymnastik und Tanz)

- allgemeine Ausdauer (aerob): die Übungsformen der Jahrgangsstufe 7 fortführen und verschiedene Formen der Belastungsdosierung (z. B. Fahrtspiel; Musikbegleitung: bestimmte Taktzahl pro Minute) erproben

- Kraftausdauer und Beweglichkeit: Übungen zur Förderung der Kraftausdauer und Beweglichkeit durchführen (z. B. Kreistraining mit Variationen), Haltungsschwächen durch funktionelle Gymnastik beeinflussen (z. B. Kräftigung der Rückenmuskulatur und Dehnung der Brustmuskulatur gegen die Haltungsschwäche Rundrücken S8.4.1)
 

8.1.2 Bewegungserleben, Gewandtheit, Kreativität ( Leisten, Gestalten, Spielen)

- die vielfältigen koordinativen und kreativen Möglichkeiten in verschiedenen Sportarten erleben

( Fairness, Kooperation; Gymnastik und Tanz; Turnen an Geräten)

- die Bedeutung der Gewandtheit für die Unfallverhütung verstehen (z. B. Abrollen bei Stürzen, Verhindern von Zusammenstößen)
 

8.1.3 Körpergefühl, Körperbewusstsein, Entspannungsfähigkeit KbB8.1.1

- den Zusammenhang zwischen Körpergefühl (z. B. Erschöpfung) und psychischen Zuständen (z. B. Wohlbefinden, Unlust) erfahren

- die in Jahrgangsstufe 7 erlernte Entspannungsmethode vertiefen
 

8.1.4 Sicherheit

- Gesundheitsrisiken und Unfallgefahren bei verschiedenen Situationen, Sportarten, Belastungen, Übungsformen und Körperzuständen erkennen und zunehmend selbstständig vermeiden (z. B. Entlastungsübungen für die Wirbelsäule nach Lauf-, Sprung- und Kraftübungen durchführen) ( Leichtathletik, Turnen an Geräten)

- selbstständiges Auf- und Abwärmen erlernen und verstehen

- Helfer- und Sicherheitsgriffe selbstständig anwenden

- Rücksichtnahme üben bei großen und kleinen Spielen ( Fairness, Kooperation)
 

8.1.5 Hygiene und Ernährung

- Hygienemaßnahmen selbstständig durchführen (z. B. Waschen, Duschen nach der Sportstunde)

- selbstständig und bewusst auf richtiges Ernährungsverhalten achten (z. B. Verhältnis von Kalorienaufnahme und -verbrauch erkennen und beachten) Ph/Ch/B8.3.1, HsB8.2
 

8.2 Fairness, Kooperation ( Gesundheit; Umwelt; Leisten, Gestalten, Spielen) G/Sk/Ek8.4.3

Die Schüler sollen Verständnis für die individuellen Stärken und Schwächen ihrer Mitschüler entwi-ckeln. Sie werden zur Nachsicht sowie zur Vermeidung von Schuldzuweisungen angehalten. Sie lernen allmählich, im sportlichen Gegner den Partner zu sehen, ohne den ein sportlicher Vergleich nicht möglich wäre. Eth8.3.3
 

8.2.1 Regelgeleitetes Handeln ( Sportspiele)

- Situationen, die eine Veränderung der Regelvorgaben erforderlich machen, erkennen und die Regelvorgaben entsprechend anpassen (z. B. Herstellen gleicher Chancen durch individuell erschwerende oder erleichternde Bedingungen, z. B. Torschuss nur mit dem schwächeren Fuß für den Geübten erlaubt)

- Schiedsrichtertätigkeiten zunehmend selbstständig durchführen
 

8.2.2 Handeln in der Gemeinschaft

- die eigenen Verhaltensweisen und die des Partners bewusst wahrnehmen und vergleichen (z. B. durch Videoaufzeichnung Sportspiele, Turnen an Geräten)

- eigene Interessen mit dem Gruppenziel in Einklang bringen und die eigenen Fähigkeiten zum Gelingen gemeinsamer Vorhaben einsetzen (z. B. bei der Gestaltung eines Tanzes)

- Unterrichtsvorhaben mitplanen

- verschiedene Möglichkeiten der Konfliktlösung und des Aushandelns von Regeln und Rollen kennen lernen und anwenden

- Mitschüler unterschiedlichen Leistungsniveaus in gemeinsame sportliche Aktivitäten einbeziehen ( Gesundheit)
 

8.2.3 Sichern, Unterstützen, Helfen

- Gefahrensituationen selbstständig erkennen und unnötige Risiken für sich und andere vermeiden ( Turnen an Geräten, Sportspiele, Schwimmen)

- das Lernen in der Gruppe bei Demonstrations-, Unterstützungs- und Korrekturaufgaben mitgestalten
 
 

8.3 Umwelt ( Gesundheit; Fairness, Kooperation; Leisten, Gestalten, Spielen)

Die Schüler vertiefen die in der Jahrgangsstufe 7 erworbenen Kenntnisse über die Bedeutungsvielfalt der Begriffe "Sport" und "Umwelt" und entwickeln die Bereitschaft, verschiedene Verhaltensgrundsätze für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt situativ anzuwenden. EvR8.1.2
 

8.3.1 Umwelterfahrungen

- sportliche Aktivitäten nach regionalen Gegebenheiten und Möglichkeiten auswählen
 

8.3.2 Beziehungen und Konflikte

- Kenntnisse über die Wechselbeziehungen zwischen Sport und Umwelt vertiefen (z. B. beim Geländelauf, Skilanglauf, Alpinskilauf, während des Schulskikurses oder Schullandheimaufenthalts mit sportlichem Schwerpunkt)

- das Verständnis vertiefen, dass sportliche Freizeitbedürfnisse die Umwelt unmittelbar sowie mittelbar (z. B. Abfall bei Sportveranstaltungen) belasten können
 

8.3.3 Verantwortung und Handeln

- sportartbezogene und allgemeine Verhaltensregeln (z. B. Skilauf nur bei ausreichender Schneeauflage, Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln) kennen lernen und anwenden KR8.5.3
 
 

8.4 Leisten, Gestalten, Spielen ( Gesundheit; Fairness, Kooperation; Umwelt) Eth8.1.1

Beim Leisten entwickeln die Schüler ihre Ausdauer und Schnelligkeit weiter und lernen insbesondere entwicklungsgemäße Methoden der Kräftigung kennen. Sie verbessern ihre Koordinationsfähigkeit und ihre sportlichen Fertigkeiten. Sie nehmen Leistungssituationen bewusst wahr, beurteilen diese nach taktischen Gesichtspunkten und erfahren Möglichkeiten der emotionalen Steuerung in Leistungssituationen. Verschiedene Verfahren zur Leistungsfeststellung werden besprochen. Darüber hinaus wird das Miteinander und Gegeneinander im sportlichen Wettkampf thematisiert. Beim Gestalten verbessern die Schüler die ökonomische Ausführung der Bewegungsgrundformen und die Dosierung der Krafteinsätze, sammeln insbesondere Erfahrungen mit der Lage des Körperschwerpunktes, mit der Steuerung verschiedener Bewegungen (z. B. Rotationen um verschiedene Körperachsen) durch Kopf, Arme und Beine sowie mit dem Zusammenspiel von Rhythmus und Bewegung (z. B. Vorgabe des Rhythmus, Vorgabe der Bewegung). Sie reproduzieren festgelegte Bewegungsfolgen, stimmen diese in der Gruppe ab, lernen aber auch, zu vorgegebenen Themen allein und in der Gruppe zu improvisieren ( Gymnastik und Tanz). Besonders werden bei der Gestaltung von Kunststücken Partner und Gruppe mit einbezogen. Beim Spielen lernen die Schüler verschiedene Positionen (z. B. Angreifer, Verteidiger) und die Möglichkeiten der Ausgestaltung kennen. Sie sammeln Ideen für Spiele in der Freizeit, probieren diese aus und erproben unterschiedliche Turnierformen in verschiedenen Spielen. Eth8.4.3
 

8.4.1 Gymnastik und Tanz ( Mu8.4.1, DSU Bewegungskünste)

Es wird empfohlen, die Tänze entsprechend der nach Geschlechtern getrennten Sportklassen auszuwählen. Sind die organisatorischen Voraussetzungen (z. B. Parallelunterricht verschiedener Sportklassen gleicher Jahrgangsstufe) vorhanden, kann Tanz auch im Basissportunterricht koedukativ unterrichtet werden.

Körper- und Bewegungsschulung: Haltung, Koordination, Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer in weiteren Bereichen der Gymnastik (z. B. Aerobic, Stretching) mit und ohne Musik sowie mit und ohne Zusatzgeräte verbessern

Ausdrucksschulung: unterschiedliche Situationen (z. B. Verfolgung - Flucht) durch Bewegung und Körpersprache ausdrücken und in Kleingruppen darstellen

Gymnastik mit Handgeräten (nur Mädchen): einfache technische Fertigkeiten mit dem Band und Reifen erlernen und einfache Kombinationen nach Musik mit einem Handgerät darstellen

Tanz: tänzerische Techniken (z. B. Haltungen, Fassungen, Schritte, Drehungen, Sprünge und Bodenelemente) aus dem Bereich des Gesellschaftstanzes (z. B. Rock 'n' Roll, Schwerpunkt: Umgangsformen, Rollenverhalten) oder aus dem Bereich des künstlerischen Tanzes (z. B. Jazztanz, Schwerpunkt: Gestaltung und Ausdruck) kennen lernen und exemplarisch an einem Tanz vertiefen

Theorie: musikalische und rhythmische Grundstrukturen kennen lernen (z. B. Takteinteilung); falls künstlerischer Tanz gewählt: Erscheinungsformen verschiedener künstlerischer Tanzformen kennen lernen; Charakter und Struktur der ausgewählten Tänze (z. B. Geschichte des Rock `n` Roll), gesundheitliche Wirkungen der angesprochenen Bereiche kennen lernen
 

8.4.2 Leichtathletik

Techniken leichtathletischer Disziplinen: weitere Fertigkeiten im Sprint, Stoß, Wurf und Hochsprung erwerben: Kugelstoßen (Grobform) mit Medizinbällen und Kugeln bis zu 4 kg Gewicht, Schlagwurf mit Bällen unterschiedlichen Gewichts (v. a. Wurfball 200 g), Hochsprung (Flop)

Umfang und Intensität der Belastungen, Verbesserung grundlegender körperlicher Fähigkeiten: Sprinten bis 75 m nach Zeit, Lauf-ABC mit Kombinationen (z. B. Dribbling, Kniehebelauf vorwärts, rückwärts, Steigerungslauf) und in unterschiedlicher Frequenz, Hochsprung, Verbessern der Sprungkraft in verschiedenen Variationen (z. B. Zahlen-, Figuren-, Linienhüpfen; über Kartons, Langbänke, Matten, Seile springen), Verbessern der Wurfkraft in verschiedenen Variationen (z. B. Werfen mit verschiedenen Gegenständen, unterschiedlichen Gewichten; Abwerfspiele), Weiterführen der Ausdauerschulung

Theorie: Wettkampfbestimmungen, Sicherheitsregeln (v. a. im Stoß und Wurf) einüben, leichtathletische Trainingsmethoden zur Entwicklung der Sprung- und Wurfkraft kennen lernen
 

8.4.3 Schwimmen

Grundlegende Bewegungserfahrungen: Wassergefühl und Orientierungsfähigkeit verbessern (z. B. durch Schwimmen mit Paddelbewegungen der Hände, Tauchen, Drehungen)

Techniken des Schwimmens: Bewegungserfahrungen zur Vorbereitung des Delphinschwimmens erweitern, die Technik des Rückenschwimmens einschließlich Start und Wende erlernen

Umfang und Intensität der Belastungen, Verbesserung grundlegender körperlicher Fähigkeiten: Schwimmen nach Zeit bis 50 m in Brusttechnik und Kraul- oder Rückentechnik

Rettungsschwimmen: grundlegende Fertigkeiten der Fremdrettung erlernen (z. B. Befreiung aus Umklammerungen, Achselgriff), eigene Fähigkeiten zur Rettung anderer richtig einschätzen und Bereitschaft zum Helfen entwickeln, Tief- und Streckentauchen verbessern

Theorie: Gefahren des Wassers, Verhaltensregeln in Gefahrensituationen, Wettkampfbestimmungen des Rückenschwimmens, schwimmspezifische Trainingsmethoden zur Entwicklung der Kraftausdauer kennen lernen, theoretische Grundkenntnisse des Rettungsschwimmens erwerben (z. B. Grundsätze der Fremdrettung)
 

8.4.4 Sportspiele

Grundlegende Spielerfahrungen: kleine Spiele mit- und gegeneinander durchführen

Technik und Taktik der Sportspiele: technische und taktische Grundformen in 2 gewählten Sportspielen vertiefen und erweitern: (für die in JahrgangsstufE8 neu gewählten Spiele gelten die Inhalte der Jahrgangsstufe 7)

Fußball: technische Grundformen: z. B. Kopfballspiel, Außenspann- und Spannstoß, Finten; taktische Grundformen: z. B. Positionswechsel, Manndeckung

Handball: technische Grundformen: z. B. Fangen und Werfen in der Bewegung, Fallwurf; taktische Grundformen: z. B. Raumdeckung (z. B. 6:0), Anbahnen von Kreuzen und Übergeben/Übernehmen

Basketball: technische Grundformen: z. B. Dribbling mit Richtungsänderungen, Korbleger, Rebound, Finten; taktische Grundformen: z. B. Freilaufen, Gleich- und Überzahlspiele, Manndeckung,

Volleyball: technische Grundformen: z. B. Tennisaufschlag, Angriffsaufbau mit oberem Zuspiel, Lob als Hinführung zum Angriffsschlag; taktische Grundformen: z. B. Abwehrformationen erlernen; neben dem Spiel 3 : 3 ist das Spiel 4 : 4 anzustreben

Theorie: die Regelkenntnisse vertiefen; Schiedsrichtertätigkeit wahrnehmen; vergleichende Betrachtung von Streetball/Basketball und Beachvolleyball/Volleyball
 

8.4.5 Turnen an Geräten

Das Einüben von Hilfe- und Sicherungsmaßnahmen erzieht zu Partnerschaft, ermöglicht hohe Unterrichtseffizienz und dient der Unfallverhütung. Der zweckdienliche und normgerechte Einsatz von Geräten und Matten ist besonders zu beachten. Sprungrollen (Hechtrollen) über Geräte und Schüler sowie vom Absprungtrampolin sind nicht gestattet.

Grundfertigkeiten des Turnens: weitere Fertigkeiten am Minitrampolin sowie an Barren und Reck (Buben), Schwebebalken und Stufenbarren (Mädchen) aus folgenden Strukturgruppen erwerben:

gymnastisch-tänzerische und statische Elemente am Schwebebalken (Mädchen), Kippbewegungen (Buben: aus dem Streckhang Kippe in den Grätschsitz am Barren) Felgbewegungen (Buben: Felgaufschwung vorlings vorwärts - früher Kippaufschwung - aus dem Hangstand am Reck), Rollbewegungen (Buben: Rolle vorwärts zum Grätschsitz am Barren, Mädchen: Rolle vorwärts auf dem Schwebebalken), Schwungbewegungen (Buben: Kehre, Wende und Oberarmstand am Barren, Rückschwung mit Vorhocken zum Seitstand am Stützreck, Mädchen: hohe Wende vom Stufenbarren), Umschwungbewegungen (Mädchen: Spreiz-Umschwung vorwärts am Stufenbarren), Sprungbewegungen (Mädchen: Hocke als Aufgang am Stufenbarren und Schwebebalken, Hockwende vom Stufenbarren), Überschlagbewegungen (Buben und Mädchen: Minitrampolin, Überschlag (Salto) vorwärts gehockt) und diese Fertigkeiten zusammen mit den bereits erlernten unter erleichterten Bedingungen (Gelände- und/oder Partnerhilfe) in Übungsverbindungen darstellen

Verbesserung grundlegender körperlicher Fähigkeiten: zielgerichtete Übungen zur speziellen Kräftigung durchführen und gerätespezifische Kraftzirkel kennen lernen

Theorie: Kenntnisse in Geräteaufbau, Gerätesicherung, Helfen und Sichern sowie in der turnspezifischen Fachsprache erwerben, Kenntnisse über die Strukturgruppen erwerben und turnspezifische Übungen zur Entwicklung der Kraft kennen lernen
 

8.4.6 Wintersport

Die Einzellehrpläne für Eislaufen, Rodeln, Skilaufen befinden sich im Anschluss an den Lehrplan für die Jahrgangsstufe 10.
  Musik (Jahrgangsstufe 8)  
 

Die Lehrer haben die Möglichkeit, nach den gegebenen Voraussetzungen bei den Spiegelstrichen Schwerpunkte zu setzen. Wenigstens ein Thema im Schuljahr sollte in der Art eines Projekts behandelt werden, das den Schülern größere Freiräume in der Planung und Durchführung lässt und mit einer Präsentation des Ergebnisses abschließt.
 
 

8.1 Musikalische Lebensläufe - Leben mit Musik

In der Auseinandersetzung mit Biographien von Musikern verschiedener Zeiten erfahren die Schüler, wie Musik die Lebensgestaltung beeinflusst. Sie sollen erkennen, welche Bedeutung das Erlernen musikalischer Fertigkeiten für den Einzelnen wie für die Gemeinschaft haben kann.  KR8.1.1, Eth8.1.1, Eth8.4.1
 

8.1.1 Ein musizierender Mitschüler

- einen Mitschüler, der musikalisch aktiv ist, nach seinem musikalischen Werdegang und seinen Erfahrungen befragen

- ggf. das Spielen und Üben eines Instruments aus nächster Nähe erleben

- Gespräch über Bedingungen und Bedeutung aktiver Beschäftigung mit Musik in unserer Zeit
 

8.1.2 Ein Musiker unserer Zeit  Eth8.3.1, E8.2.2

- Entscheidung für eine