Heinz Lang, Kastler Illustrierte - Anfang Ausgabe Juli
1996-2 |
Meilergestell (Verbindung Dettnach - Ziegelhütte) geteert
Herr Bürgermeister Raab berichtet, daß die bisher mit Fräsgut aufgebaute Straße durch das Meilergstell in kritischen Bereichen Schäden aufweist, die behoben werden müssen. Nachdem diese Straße nunmehr auch in das Radwegenetz eingebunden ist, und um die Unterhaltsarbeiten für diese Straße zu senken, schlägt er vor, diese mit einer Tragdeckschicht zu versehen.
Hierzu wurde ein Angebot von der Firma Walterbau AG Nürnberg eingeholt. Ihr
Angebotspreis für diese 1 km lange und ca. 4 m breite Straße beträgt einschließlich
der erforderlichen Vorarbeiten DM 40.000 inklusive Mwst.Die Markträtinnen Jobst, Kraft
sowie Marktrat Schöberlein sind der Auffassung, daß der Straßenzustand dieser
Verbindungsstraße zwar verbessert werden müsse, jedoch auf eine Teerung verzichtet
werden sollte. Sie begründen dieses wie folgt: Die Asphaltierung dieser Straße trägt
zur weiteren Versiegelung des Bodens bei. Nachdem im Asphalt auch ölhaltige Substanzen
enthalten sind, wird eine Beeinträchtigung des in unmittelbarer Nähe sich befindenden
Tiefbrunnens der Wasserversorgung Kastl nicht ausgeschlossen. Auch wird eine Verstärkung
des Straßenverkehrs im Bereich der Hainthalstraße befürchtet, wenn eine Teerung dieser
Gemeindeverbindungsstraße erfolgen sollte.
Zudem weist Herr Marktrat Schöberlein auf den nach seiner Ansicht gefährlichen Einmündungsbereich dieser Straße in die Bundesstraße 299 hin. Nach Ansicht dieser Marktgemeinderäte wäre es besser, diese Straße lediglich mit zwei Betonspuren zu versehen, deren Mittelbereich mit Mineralbeton aufzubauen wäre.
Dem entgegnet Herr Bürgermeister Raab, daß die Anlage von Betonstreifen zwar für öffentliche Feld- und Waldwege eine geeignete Ausbaumaßnahme sei, hingegen den Anforderungen für eine Gemeindeverbindungsstraße nicht gerecht werde. Hier sei auch auf Gegenverkehr zu achten, weshalb dann vier Betonspuren angelegt werden müßten. Auch eine Verstärkung des Straßenverkehrs durch diese Maßnahme sei weder geplant noch zu befürchten. Die Ansicht von Herrn Marktrat Schöberlein bezüglich der Gefährlichkeit dieses Einmündungsbereiches in die B 299 hält Herr Bürgermeister Raab nicht für zutreffend. Gerade in diesem Bereich, so Herr Bürgermeister Raab, sei die Bundesstraße 299 sehr übersichtlich.Nach Abschluß der Diskussion beschließt der Marktgemeinderat mehrheitlich der Firma Walterbau AG Nürnberg den Auftrag für die Teerarbeiten für diesen Straßenzug zu erteilen. (Die Teerung erfolgte am Mittwoch, 17.07.96.)
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